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Frankfurts Elfmeter-Held Hradecky

Frankfurts Michael Hector (l) freut sich mit Lukas Hradecky über den gehaltenen Elfmeter. Foto: Peter Steffen

Frankfurts Michael Hector (l) freut sich mit Lukas Hradecky über den gehaltenen Elfmeter. Foto: Peter Steffen

Fredi Bobic grinste schelmisch. «Dafür ist der Torwart doch da», sagte Frankfurts Sport-Vorstand mit Blick auf den Pokal-Helden der Eintracht.

Sein Keeper Lukas Hradecky nahm den Bobic-Spaß so reaktionsschnell auf, wie er vorher schon beim gehaltenen Elfmeter in der Nachspielzeit war. «Ich stimme zu», antwortete der Finne und witzelte: «Bisher gab es diese Saison nicht so viel zu tun, endlich gab es mal was zu halten.»

In der letzten Sekunde hatte Hradecky dem Fußball-Bundesligisten die Verlängerung erspart und den 2:1-Sieg bei Hannover 96 gesichert. Mit dem parierten Elfmeter von Salif Sane in der sechsten Minute der Nachspielzeit ermöglichte der finnische Nationaltorwart den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals, wo mit dem Heimspiel gegen Außenseiter Arminia Bielefeld eine lösbare Aufgabe ansteht.

Eintracht-Coach Niko Kovac warnte sogleich: «Die große Gefahr ist, dass man den Gegner zu leicht nehmen könnte.» Der Trainer kündigte an: «Wir werden uns aber wie gewohnt akribisch vorbereiten und nicht vorschnell vom Halbfinale träumen.»

Kovac hatte nicht vergessen: «Wir waren auch ein bisschen glücklicher Sieger, auch weil wir Lukas im Tor hatten». Der Keeper selber erinnerte sich in den Minuten des Glücks auch an den bisher schwersten Moment der sonst so famosen Saison. «Ich habe immer Leipzig in meiner Erinnerung», sagte er: «Das wollte ich irgendwie zurückbezahlen - die Chance hatte ich jetzt.» Beim letzten Spiel der Bundesliga-Vorrunde hatte Hradecky einen Blackout, flog in der dritten Minute vom Platz - die dezimierte Eintracht verlor mit 0:3.

In Hannover war die tragische Figur von Leipzig der Held des Abends. «Alle haben sich gefreut und ihn geherzt», kommentierte Kovac die Szenen nach dem Abpfiff. Hradecky verschwand in einer Jubeltraube von Frankfurtern, während Sane beim Gegner aus Hannover nach seinem schwachen Schuss aus elf Metern getröstet werden musste.

«Das gehört auch zur Planung», verriet Kovac, dessen Trainerteam sich in seiner detaillierten Vorbereitung bestätigt fühlen durfte. Die Videoanalysten der Eintracht hatten unter anderem eine Szene aus dem 96-Pokalspiel in Offenbach herausgesucht, in dem Sane beim Elfmeter getroffen hatte. «Gott sei Dank schoss der Richtige und in die richtige Ecke», sagte Kovac grinsend.

Tatsächlich hatten die Frankfurter auch ein bisschen Glück, denn 96-Stürmer Niclas Füllkrug wollte schießen. Er hatte den Ball schon in der Hand. Doch Sane schnappte sich die Kugel, legte sie auf den Elfmeterpunkt - und scheiterte.

«Kein Vorwurf an Salif», sagte 96-Trainer Daniel Stendel und nahm den Verteidiger ebenso in Schutz wie es Sanes Mitspieler getan hatten. «Was Salif passiert, passiert jedem Spieler mal, das ist nichts Schlimmes», kommentierte Verteidiger Waldemar Anton: «Man muss den Mut erstmal haben, sich den Ball in so einem Spiel in der 90. Minute zu nehmen. Wir stehen alle hinter ihm.»

Während Frankfurt nach dem Last-Minute- und Los-Glück vom Halbfinale träumen darf, gab der Trainer für Hannover das Motto: «Wir konzentrieren uns auf die Liga.» Damit das passiert, was Kovac voraussagte: «Hannover kommt sicher mit der Spielweise wieder in die 1. Liga. Wir sehen uns nächste Saison.»

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