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Gladbach-Manager Eberl genervt vom Doppel-Fluch

Genervt: Gladbachs Manager Max Eberl hadert mit dem erneuten Ausscheiden seiner Mannschaft im Elfmeterschießen. Foto: Marius Becker

Genervt: Gladbachs Manager Max Eberl hadert mit dem erneuten Ausscheiden seiner Mannschaft im Elfmeterschießen. Foto: Marius Becker

Max Eberl mochte nicht mehr hinsehen. Nachdem sich der Elfmeter- und auch der Halbfinal-Fluch fortgesetzt hatten, war dem Manager von Borussia Mönchengladbach endgültig die Lust auf den DFB-Pokal vergangen.

«Wenn wir das nächste Mal im Halbfinale stehen, fahre ich nicht mit», sagte Eberl nach dem Aus gegen Frankfurt mit gequältem Lächeln: «Egal, wo es ist!»

Schon vor dem Elfmeterschießen (6:7) gegen die Hessen hatte er den Innenraum verlassen. «Ich habe schon so viele Elfmeterschießen gesehen, die wir verloren haben und wollte nicht dabei sein», sagte er: «Hat aber auch nichts geholfen.»

Niederlagen im Elfmeterschießen haben für die Borussia in der Tat schon fast Tradition. Seit dem letzten Pokalsieg 1995 scheiterten sie bereits zum vierten Mal nach 2001, 2004 und 2012 in der Vorschlussrunde - dabei zum dritten Mal in der Elfmeter-Lotterie. «Du verlierst in der Europa-League und im Pokal nicht und bist trotzdem raus», sagte Trainer Dieter Hecking, nachdem die Borussia in der Europa League nach zwei Unentschieden an Schalke gescheitert war.

Die direkte Rückkehr in den Europacup muss und will Gladbach nun noch über die Liga schaffen. «Wir müssen jetzt die Wunden lecken und schnell wieder aufstehen», sagte Hecking. Vier Spieltage vor Saisonende hat die Borussia als Zehnter drei Punkte Rückstand auf den möglicherweise ausreichenden siebten Platz. «Das ist unsere letzte Chance für Europa. Die wollen wir nutzen», meinte Stürmer André Hahn kämpferisch.

Doch personell geht Gladbach im Saison-Endspurt am Stock. «Wir pfeifen aus dem letzten Loch», erklärte Hecking: «Da fehlt dann ein Stück weit Qualität, um in solch engen Spielen den Unterschied zu machen.» Gegen Frankfurt fehlten in Kramer, Raffael, Hazard, Jantschke, Johnson und Drmic sechs potenzielle Stammspieler. Hinzu kommt Oscar Wendt, der gegen Frankfurt einen Ellbogenbruch erlitt.

Weitere Transfers erfahrener Spieler schloss Manager Eberl jedoch aus. «Der Weg, für den wir uns entschieden haben, der ist für Gladbach alternativlos», sagte er. «Wir wollen diese jungen Spieler weiter fördern. Dieser Weg ist mit großen Chancen, aber auch mit großen Risiken verbunden.»

Im Halbfinale traten diese Risiken offen zu Tage. In Andreas Christensen (21) und Djibril Sow (20) verschossen zwei der Jüngsten ihre Elfmeter. Trotzdem zeigte sich Mannschaftskapitän Lars Stindl überzeugt von der Qualität des Fohlen-Nachwuchses. «Respekt, dass man da antritt. Das ist in dem Alter nicht einfach», sagte Stindl.

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