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Mutig in den Evergreen: BVB will Bayern-Double verhindern

Marco Reus will mit dem BVB die Bayern ärgern. Foto: Bernd Thissen

Marco Reus will mit dem BVB die Bayern ärgern. Foto: Bernd Thissen

Ungewohnt forsch, erstaunlich optimistisch - bei den zuletzt leidgeprüften Dortmunder Profis ist die pure Lust auf Fußball zurück. Vor dem Pokal-Halbfinale am Mittwoch beim FC Bayern verspürt das Team Rückenwind.

Obwohl das Bundesligaspiel in München vor gerade einmal zweieinhalb Wochen deutlich mit 1:4 verloren ging, wähnt sich der BVB nahezu auf Augenhöhe mit dem Pokal-Rekordgewinner. «Die Chancen stehen bei 50-zu-50», sagte Angreifer Marco Reus selbstbewusst, «wir haben dort vor zwei Jahren in einem Halbfinale auch schon gewonnen.»

Nicht nur der Triumph im Elfmeterschießen am 28. April 2015, als die Bayern-Stars beim Schuss vom Punkt Nerven zeigten, macht Mut für die schwere Aufgabe. Der starke Auftritt seiner Mannschaft beim 3:2-Erfolg am Samstag bei Borussia Mönchengladbach, mit dem der dritte Bundesliga-Tabellenrang zurückerobert wurde, veranlasste Trainer Thomas Tuchel zu einer für ihn eigentlich untypischen Kampfansage Richtung München: «Jetzt wollen wir den Bayern ein Stück weit die Saison vermiesen.»

Die Profis scheinen auf gutem Weg, das Trauma nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftbus am 11. April zu überwinden. Mit einem Sieg in München könnte die Melancholie der vergangenen Tage vollends in Euphorie umschlagen. «Das Erreichen des Pokalfinales wäre ein Riesenschritt für den BVB, nicht nur im sportlichen, sondern auch im psychologischen Bereich», sagte der einstige BVB- und Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld dem «Westfälischen Anzeiger».

Nach Einschätzung von Dieter Hecking hat das Attentat beim BVB einen besonderen Teamspirit erzeugt. «Die Spieler stehen eng zusammen. Zwischen sie passt kein Blatt Papier. Das konnte man im Spiel gegen uns spüren», sagte der Gladbach-Coach im TV-Sender Sky.

Mit einem Pokal-Erfolg beim Erzrivalen der vergangenen Jahre wäre der BVB das erste Team, dem die vierte Endspielteilnahme in Serie gelingt. «Wir wollen ins Finale. Da hat es uns in den letzten Jahren immer gut gefallen», kommentierte Abwehrspieler Sven Bender.

Es schürt die Zuversicht, dass die Personalprobleme diesmal weniger groß sind als noch beim 1:4 im Bundesligaduell. Gleichwohl kann Tuchel erneut nicht auf seine Wunschformation zurückgreifen. Neben Mario Götze, André Schürrle und Marc Bartra fällt auch Nuri Sahin aus. Zudem ist der Einsatz von Abwehrchef Sokratis fraglich, der über Muskelprobleme klagt.

Bei Sahin besteht aber Hoffnung, dass er im Ligaendspurt doch noch eingesetzt werden kann. Bei seiner Blessur, die sich der 28 Jahre alte Mittelfeldmann am Samstag in Mönchengladbach zuzog, handelt es sich um einen Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk.

Fakten zum Spiel auf DFB.de

Reus-Interview auf DFB.de

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