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Formel-1-Zukunft von Silverstone bleibt ungeklärt

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton beim Training in Silverstone. Foto: David Davies

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton beim Training in Silverstone. Foto: David Davies

Die Zukunft der Formel 1 auf der Traditionsstrecke in Silverstone bleibt für die Zeit nach 2019 ungeklärt.

Britischen Medienberichten zufolge wollen sich die Verantwortlichen der Strecke auf ein Angebot der Formel-1-Besitzer, die das Rennen demnach für fünf Jahre selbst veranstalten wollen, nicht einlassen. Liberty Media soll als Gegenleistung gefordert haben, den Kurs drei Wochen im Jahr kostenfrei zu nutzen. Der British Racing Drivers Club (BRDC) werde diese Offerte ablehnen, schrieb die «Times» am Sonntag.

Bis 2019 ist der Große Preis von Großbritannien auf der Strecke rund 90 Kilometer Luftlinie von London noch gesichert. Nach der vorzeitigen Kündigung des Vertrags durch den BRDC endet die Zusammenarbeit dann. Der Club hatte vor dem Rennen an diesem Sonntag von einer Klausel Gebrauch gemacht, den eigentlich bis einschließlich 2026 laufenden Kontrakt entsprechend zu kündigen. Durch jährlich steigende Gebühren wäre das Startgeld bis 2026 auf 26 Millionen Pfund, umgerechnet fast 30 Millionen Euro, angewachsen.

Der neue Formel-1-Chef Chase Carey machte deutlich, dass er ein Rennen in Großbritannien weiter haben will. «Unser Präferenz ist Silverstone, aber der britische Grand Prix muss nicht zwangsläufig hier stattfinden», sagte der Amerikaner. Es gebe Interesse von anderen Städten in Großbritannien. «Aber ich werde nicht versuchen, die Leuten gegeneinander auszuspielen.»

Öffentlich bekundet hat London ein Interesse an einem Rennen. Bürgermeister Sadiq Khan sagte nach einem Formel-1-Showevent in der Hauptstadt am vergangenen Mittwoch: «Es würden einige Hürden zu überwinden sein, aber ich bin auf jeden Fall interessiert an einer Zukunft der Formel 1 in London.»

Für die Fahrer wäre es ein Verlust, würde nicht mehr in Silverstone gefahren - auf dem Kurs fand 1950 das erste WM-Rennen der Formel 1 statt. «Es wäre schade, es zu verlieren», sagte Lokalmatador Lewis Hamilton von Mercedes. Er glaube allerdings nicht daran, dass es gar keinen britischen Grand Prix mehr geben würde. Hamilton sprach sich sogar dafür aus, zwei Rennen in Großbritannien durchzuführen. «Wir haben so viele großartige Strecken, es wäre klasse, auf dieser (Silverstone) und einer weiteren zu fahren», sagte der dreimalige Weltmeister.

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