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Rätsel um Rosberg-Ersatz als Geduldsprobe

Niki Lauda ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes. Foto: Ronald Zak

Niki Lauda ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Mercedes. Foto: Ronald Zak

Das Rätsel um den Nachfolger von Nico Rosberg beim Formel-1-Branchenprimus Mercedes wird zu einer Geduldsprobe.

«Die Entscheidung wird noch bis Ende Jänner (Januar) dauern, denn die Verhandlungen sind sehr komplex. Es gibt zwei Wege: Nehmen wir den Jungen oder einen Erfahrenen?», sagte Teamaufsichtsrat Niki Lauda bei «Sport und Talk aus dem Hangar-7» auf Servus TV.

Kurz nach dem völlig überraschenden Rücktritt von Weltmeister Rosberg am 2. Dezember hatte Lauda noch eine Entscheidung vor Weihnachten angekündigt. Später teilte Mercedes mit, dass der neue Stallrivale von Lewis Hamilton nicht vor dem 3. Januar verkündet werde.

Sollte sich die Vorstellung des zweiten Silberpfeil-Piloten sehr lange hinziehen, wird dem Neuen wichtige Entwicklungsarbeit mit dem 2017er Wagen fehlen. Die ersten offiziellen Tests beginnen am 27. Februar in Barcelona.

«Jeder einzelne der aktuellen Rennfahrer» habe sich sofort bei ihm gemeldet, behauptete Lauda, der zusammen mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff das Casting der Silberpfeil-Kandidaten leitet. Das Problem dabei ist allerdings, dass zu so einem späten Zeitpunkt längst so gut wie alle Kandidaten einen gültigen Vertrag für 2017 haben.

Als Favorit gilt Valtteri Bottas. Williams soll dem Vernehmen nach ein erstes Angebot der Silberpfeile für den Finnen abgelehnt haben. Der BBC sagte Co-Teamchefin Claire Williams jedoch vor wenigen Tagen: «Wenn wir Valtteri erlauben würden uns zu verlassen, würden wir das nur tun, falls eine erfahrene, zuverlässige Alternative verfügbar wäre, jemand wie Felipe Massa zum Beispiel.»

Der Brasilianer hat mit dem Ende dieser Saison seine Karriere in der Formel 1 eigentlich abgeschlossen. Der Fast-Weltmeister von 2008 soll sich einem Bericht des Fachportals motorsport.com vom Dienstag nun jedoch zu einem schnellen Comeback entschlossen haben. Demnach seien nur die letzten Vertragsdetails noch zu klären. Kehrt Massa tatsächlich zu Williams zurück, wäre der Weg für Bottas zu Mercedes frei.

Eine Alternative zu Bottas wäre Pascal Wehrlein. Der Worndorfer stammt aus dem Mercedes-Nachwuchs, hat aber gerade erst seine Debütsaison in der Formel 1 für Manor absolviert. Es gibt Zweifel, ob Wehrlein schon jetzt neben Hamilton bestehen kann.

«Ja, wir haben ein Riesenproblem. Denn wir hatten die beste Fahrerpaarung», sagte Lauda. «Jetzt kommt ein neues Reglement, mit dem sowieso alles neu gewürfelt wird.» Von 2017 an werden die Wagen breiter und schneller, erhalten dadurch eine aufgemotzte Optik. Für Mercedes wäre es daher sinnvoll, einen erfahrenen Piloten neben Hamilton zu holen, der ähnlich wie Rosberg mit seiner Klasse und Routine die Entwicklung des Autos vorantreibt.

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