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Vettel verpasst Pole - Bottas Schnellster

Valtteri Bottas (r.) und Sebastian Vettel starten in Österreich aus der ersten Startreihe. Foto: Darko Bandic

Valtteri Bottas (r.) und Sebastian Vettel starten in Österreich aus der ersten Startreihe. Foto: Darko Bandic

Sebastian Vettel hat in Österreich die Pole Position haarscharf verpasst, konnte dies im WM-Zweikampf mit Lewis Hamilton aber verschmerzen.

Der Ferrari-Pilot musste sich dem Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas in der Qualifikation von Spielberg um gerade einmal 0,042 Sekunden geschlagen geben. Nach einer schon vorab verkündeten Strafversetzung gegen seinen großen Formel-1-Rivalen Lewis Hamilton startet Vettel als Zweiter aber satte sechs Plätze vor dem Briten und kann seine WM-Führung weiter ausbauen.

«Ich bin wirklich glücklich, der Wagen war phänomenal und ich freue mich auf das Rennen», sagte Vettel, nachdem er an seiner 48. Pole vorbeigerast war. Hamiltons Teamkollege Bottas konnte sich indes nach Bahrain zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Laufbahn den besten Startplatz sichern. «Ich habe es genossen da draußen», sagte der Finne vor dem neunten Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr).

Der von seiner Rückversetzung und einem Bremsdefekt beeinträchtigte Hamilton will von Position acht versuchen anzugreifen. «Es geht um Schadensbegrenzung», räumte der Pole-Mann der vergangenen beiden Jahre ein. «Ich werde versuchen, den besten Job abzuliefern, den ich tun kann, um für das Team Punkte zu holen.»

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zollte Vettel Respekt. «Sebastian war schon ziemlich stark heute. Ich glaube, dass sowohl ein Ferrari als auch ein Mercedes morgen gewinnen kann», urteilte Wolff und empfahl seinem dreimaligen Weltmeister: «Er darf nichts riskieren, es geht um jeden Punkt.» 14 Zähler fehlen Hamilton derzeit in der WM-Wertung auf den führenden Vettel.

Renault-Pilot Nico Hülkenberg holte als Elfter für sich noch das Optimum heraus. «Ich bin sehr zufrieden», resümierte der Rheinländer. «Das ist das Beste was wir machen konnten. Es überwiegt die Freude über den elften Platz.» Von ganz hinten muss Sauber-Pilot Pascal Wehrlein starten. «Irgendwie gibt es Probleme mit meinem Motor, dass sich die Batterie nicht voll auflädt», klagte der deprimierte Worndorfer. «Es wird schwierig, wenn die Batterie die ganze Zeit leer ist und sich nicht auflädt.»

Von seiner Hypothek hatte Hamilton schon vor der Qualifikation gewusst. «Ich habe es am Dienstag erfahren, dann ist es schwer sowas hinzunehmen», meinte er. Nach dem regelwidrigen Getriebewechsel wurde die Strafversetzung zwingend. «Ich bin mir sicher, dass Lewis zurückschlagen kann», meinte Bottas. Mercedes musste das Getriebe austauschen, mit dem Hamilton den Grand Prix von Aserbaidschan vor zwei Wochen beendet hatte. Solch ein Bauteil muss jedoch sechs Rennen am Stück halten.

Hamilton erlitt im Abschlusstraining den nächsten Rückschlag. Mit einem Defekt an der rechten vorderen Bremsscheibe musste der Brite knapp zehn Minuten vor dem Ende des Probelaufs seinen Wagen langsam an die Box zurückfahren. Vor der K.o.-Ausscheidung konnten die Silberpfeile den Schaden jedoch rechtzeitig beheben.

Während Vettel und die anderen Topfahrer in der entscheidenden Phase der Qualifikation die ganz weiche Reifenmischung wählten, fuhr Hamilton auf den etwas härteren Gummis. Mit diesen Supersofts nimmt der Vorjahressieger seine Aufholjagd in Angriff. «Ich mache mir keine Illusionen, das sind die langsameren Reifen», sagte Hamilton. «Es geht in erster Linie um einen langen ersten Lauf.»

Sechs Plätze trennen Vettel also von seinem ärgsten Widersacher. Der Blick des viermaligen Weltmeisters richtet sich aber nach vorne. Vettel ist fest entschlossen, endlich seine trübe Spielberg-Bilanz aufzupolieren und damit in der Fahrerwertung Hamilton weiter zu distanzieren. Seine beste Platzierung war 2015 Rang vier. «Es ist ein langes Rennen und es kann viel passieren», sagte Vettel.

Formel-1-Infos zum Österreich-Rennen

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Vettel-Entschuldigung

FIA-Erklärung zum Vettel-Ausraster

Mercedes-Vorschau

Hintergrund zum Österreich-Rennen

Mercedes-Bestätigung

Formel-1-Mitteilung zu Hamilton

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