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DFB-Frauen heiß auf letzten EM-Test gegen Brasilien

Bundestrainerin Steffi Jones freut sich auf ein munteres Spiel. Foto: Uwe Anspach

Bundestrainerin Steffi Jones freut sich auf ein munteres Spiel. Foto: Uwe Anspach

Die Vorbereitung neigt sich dem Ende, von jetzt an zählt für die deutschen Fußballerinnen nur noch die Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in den Niederlanden.

Selbst beim letzten Härtetest am Dienstag (17.45 Uhr) in Sandhausen gegen Brasilien ist schon alles auf das EM-Auftaktmatch in 14 Tagen gegen den härtesten Gruppen-Gegner ausgerichtet. «Wir wollen so spielen, wie wir gegen Schweden spielen wollen, was die Spielanlage und die Spielphilosophie angeht», sagte Bundestrainerin Steffi Jones am Montag im BWT-Stadion am Hardtwald.

Dass die Südamerikanerinnen nicht in Bestbesetzung antreten, weil Topstars wie die fünfmalige Weltfußballerin Marta keine Freigabe von ihren Clubs erhielten, stört die DFB-Cheftrainerin nach eigenem Bekunden nicht besonders. So oder so könne man sich von den Samba-Kickerinnen zumindest in Sachen «Leichtigkeit und Spielfreude» etwas abschauen. Schließlich wolle man diese Tugenden selbst an den Tag legen. Da Brasilien mit einer Art B-Elf in die Rhein-Neckar-Region gekommen ist, erwartet Jones «einen kleinen Überraschungseffekt» in dem Länderspiel-Klassiker: «Wir kennen sie nicht so gut, sie kennen uns nicht so gut. Das kann ein ganz interessantes Spiel geben.»

Nach den beiden schon absolvierten Lehrgängen in Harsewinkel und Kamen sprüht die 44 Jahre alte Nachfolgerin von Silvia Neid regelrecht vor Selbstbewusstsein und Zuversicht. «Mit der bisherigen Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Alle Spielerinnen sind total fit ins erste Trainingslager gekommen, so dass wir sofort richtig gut arbeiten konnten. Wir haben eine sehr hohe Qualität im Kader», betonte Jones.

Die Ex-Hoffenheimerin Kristin Demann, die wie die Freiburger Stürmerin Hasret Kayikci in der Region verwurzelt ist und auf einen Einsatz gegen den sechsmaligen Südamerikameister hoffen kann, ergänzte: «Jetzt heißt es, das zu zeigen, was wir uns im Training erarbeitet haben. Und Brasilien ist ein starker Gegner.»

Wie Kayikci und sechs weitere Spielerinnen im 23er-Kader, den Jones bereits am Freitag bekanntgegeben hatte, ist Demann noch ohne Turniererfahrung bei Europa- oder Weltmeisterschaften. Entsprechend angespannt sei sie gewesen in der Nacht vor der Nominierung. «Ich habe erst geglaubt, dass ich dabei bin, als ich es schwarz auf weiß gesehen habe. Die Freude war natürlich riesig», sagte die 24-Jährige, die gerade von Hoffenheim zum Ex-Meister Bayern München wechselte.

Positiv bestätigt wurde die DFB-Elf, die mit einem Durchschnittsalter von 25,9 Jahren zur EM reist, nicht zuletzt durch zwei Testspiele in der vergangenen Woche gegen starke männliche U16-Auswahlteams. 3:4 und 4:4 endeten die Übungspartien gegen die Junioren. «Die Gegentore haben wir vor allem bekommen, weil die Jungs unseren Spielerinnen körperlich überlegen sind. Technisch und spielerisch haben wir sogar dominiert», erklärte Jones, für die es bei der EURO vom 16. Juli bis 6. August mit erstmals 16 Teams ein klares Ziel gibt. «Wir wollen wieder Europameister werden. Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität dazu haben.»

Mit einem neuen Glücksbringer sollte nichts schiefgehen. «Davon bekommt man ja immer einige geschenkt vor einem Turnier», meinte Jones schmunzelnd. Doch dieser hat für sie vor ihrer Turnierpremiere als Cheftrainerin eine besondere Bedeutung. Die kleine bunte Tasche mit der aufgestickten Aufforderung «Be Happy» hat sie nämlich von ihrer Lebenspartnerin Nicole erhalten.

EM-Kader der DFB-Frauen

DFB-Mitteilung zum Spiel

Daten und Fakten zum Spiel

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