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Wasserschlacht mit Bundestrainerin Jones

Bundestrainerin Steffi Jones hatte sich früh für eine Verschiebung des Spiels stark gemacht. Foto: Carmen Jaspersen

Bundestrainerin Steffi Jones hatte sich früh für eine Verschiebung des Spiels stark gemacht. Foto: Carmen Jaspersen

Als die beiden Teambänke schon bis zum Überlaufen geflutet waren und die TV-Moderatorinnen am Spielfeldrand knöcheltief im Wasser standen, spazierte Bundestrainerin Steffi Jones langsamen Schrittes auf den durchtränkten Rasen. Am Fuß: ein Ball.

Die 44-Jährige steuerte auf eine der vielen freiwilligen Helferinnen zu, die mit größten Anstrengungen versuchten, die gewaltigen Wassermassen vom Feld zu bekommen. Jones, die sich angesichts des starken Regens früh für eine Verschiebung des Spiels stark gemacht hatte und dennoch eifrig beim Wasser-Wegkippen mithalf, wollte sich, den Fans im Stadion und Millionen TV-Zuschauern in diesem Moment beweisen, wie sinnfrei ein Anpfiff noch am selben Abend wäre.

Das gelang eindrucksvoll. Jones bat den Volunteer um einen Schussversuch. Das Mädchen legte sich den Ball zurecht, nahm Anlauf, holte aus - und rutschte in einer riesigen Pfütze aus, fiel zu Boden, blieb Sekunden lang völlig durchnässt liegen. Der Ball kullerte nur ein paar Meter weit. «Mir war wichtig, dass jemand mal einen Ball nimmt und schießt», sagte Jones später. «Man konnte sehen, dass nichts geht. Die Gesundheit der Spielerinnen geht einfach vor.»

Die Freiwillige, bejubelt von rund 8000 Zuschauern im Stadion und soeben berühmt geworden durch ihre TV-Präsenz, verneigte sich verlegen vor der Fernsehkamera. Ihr später Lohn: frische Kleidung. Jones wollte dem Mädchen angesichts des gemeinsamen Erlebnisses nach dpa-Informationen ein deutsches Nationaltrikot schenken.

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