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Bundesligisten überzeugen im EHF-Pokal

Michael Damgaard erzielte elf Tore für Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann

Michael Damgaard erzielte elf Tore für Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann

Mit dem Siegeszug durch die Gruppenphase hat ein deutsches Handball-Quartett Hoffnungen auf einen historischen Durchmarsch ins Final Four geweckt.

Nachdem sich der schon fürs Halbfinale qualifizierte Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen und die Füchse Berlin bereits in der Vorwoche den Gruppensieg gesichert hatten, zogen der SC Magdeburg und die MT Melsungen am Samstag nach. Damit gehen sich die Bundesligisten in den verbleibenden drei Viertelfinalspielen, die am Dienstag in Wien ausgelost werden, aus dem Weg und dürfen auf den geschlossenen Einzug in das Finalturnier am 20./21. Mai in Göppingen hoffen. Ein deutsches Halbfinale wäre ein Novum, obwohl der Wettbewerb eine Domäne der Bundesliga-Clubs ist. In den vergangenen 20 Jahren stellte Deutschland nur dreimal nicht den Cup-Gewinner: 2000, 2003 und 2014.

Diese Erfolgsserie soll nun ausgebaut werden. «Im EHF-Cup haben wir diese Saison die Möglichkeit, etwas Greifbares in den Händen zu halten. Schaffen wir es ins Final Four, wollen wir nicht nur mitmachen. Dann wollen wir gemeinsam den Pokal holen», sagte Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert. Sein Team sicherte sich dank eines 31:28 (17:12)-Sieges bei Grundfos Tatabanya KC aus Ungarn den Sieg in der Gruppe C. Michael Damgaard war mit elf Toren einmal mehr überragender Mann bei den seit nun schon 16 Spielen unbesiegten Magdeburgern.

Groß war die Freude bei der MT Melsungen, die dank eines 33:19 (15:8)-Kantersieges gegen Riihimäen Cocks aus Finnland und fremder Schützenhilfe die Gruppe D noch als Erster abschloss. «Wir sind froh und glücklich, dass uns das gelungen ist. Und auch ein bisschen stolz, denn für uns ist das nicht selbstverständlich», sagte MT-Coach Michael Roth und kündigte an: «Jetzt werden wir versuchen, auch ins Final Four zu kommen.»

Schützenhilfe erhielt Melsungen von Helvetia Anaitasuna. Die Spanier gewannen ihre Partie gegen den bisherigen Tabellenführer Benfica Lissabon mit 35:27. Im Direktvergleich der drei punktgleichen Teams (alle 8:4) sprach das beste Torverhältnis am Ende für die Nordhessen, die damit Magdeburg und Berlin im Viertelfinale aus dem Weg gehen. «Wenn man international spielt, will man auch internationale Spiele und keine Bundesliga-Duelle. Mal sehen, wer es wird. Aber eigentlich ist uns der Gegner egal. Wir müssen selbst gut sein», erklärte Roth.

Diese Meinung teilt man bei den Füchsen, die ihr letztes Gruppenspiel bei St. Raphael aus Frankreich ohne die Leistungsträger Paul Drux, Mattias Zachrisson und Christoph Reißky mit 21:27 (12:11) verloren. «Wer unser nächster Gegner wird, ist mir eigentlich egal. Aber wenn wir noch ein wenig Sonne abkriegen können - warum nicht nach Spanien?», sagte Torhüter Silvio Heinevetter.

Das wäre Anaitasuna aus Pamplona. Die Berliner könnten aber auch auf Tatabanya treffen. Für Melsungen stehen St. Raphael und Tatabanya zur Wahl, für Magdeburg Anaitasuna und St. Raphael. Die Hinspiele finden am 22./23. April statt, die Rückspiele eine Woche später.

Göppingen muss dann nicht mehr ran, weil der Ausrichter des Finalturniers als Gruppensieger automatisch für das Halbfinale gesetzt ist. Die Schwaben feierten beim 30:28 gegen den FC Porto den sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel und untermauerten als einziges verlustpunktfreies Team ihre Ambitionen auf die Titelverteidigung.

Spielplan und Tabellen EHF-Pokal

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