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DHB-Pokal: Drei Topteams und ein Underdog

Die Endrunde um den DHB-Pokal findet in Hamburg statt. Foto: Axel Heimken

Die Endrunde um den DHB-Pokal findet in Hamburg statt. Foto: Axel Heimken

Bei den Rhein-Neckar Löwen geht die Angst um. Der deutsche Handball-Meister hat es am Samstag (17.30 Uhr) bei der 25. DHB-Pokal-Endrunde in Hamburg mal wieder mit der SG Flensburg-Handewitt im Halbfinale zu tun.

«Und ewig grüßt das Murmeltier», kommentierte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke die Ansetzung und feixte. Der 59-Jährige hat gut lachen. Bisher setzte sich immer seine Mannschaft durch. Im anderen Halbfinale (14.30 Uhr) ist Rekordmeister THW Kiel gegen den SC DHfK Leipzig Favorit. Pokalverteidiger SC Magdeburg war im Achtelfinale am THW gescheitert.

Bereits das vierte Mal in Serie treffen Flensburg und die Löwen in der Vorschlussrunde aufeinander. Hinzu kommt das Halbfinale 2011 und ein Viertelfinale 2013. In allen Fälle haben die Norddeutschen den Rivalen bezwungen. «Das ist schon kurios», befand auch Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann.

Für die Mannheimer wäre ein Pokalsieg Balsam auf die geschundenen Seelen. Vor wenigen Tagen kassierten sie einen herben Schlag: Liga-Rivale THW Kiel warf sie im Achtelfinale aus der Champions League. In der Bundesliga liegen die Löwen hinter Tabellenführer Flensburg zurück. Wenn es dumm läuft, bleiben sie in dieser Saison ohne Titel. Dem DHB-Pokal rennen die Kurpfälzer seit Jahren hinterher. Neunmal waren sie bislang beim Final Four dabei, noch nie durften sie die 3,5 Kilogramm schwere und 20 000 Euro teure Trophäe in Empfang nehmen. DHB-Pokal - eine Misserfolgsgeschichte der Löwen.

Rückraumspieler Filip Taleski ist in seinem ersten Jahr bei den Löwen. Von der Pechsträhne gegen die Flensburger wurde ihm aber ausführlich berichtet. «Ich weiß, wie sehr vor allem unsere Fans sich nach diesem Titel sehnen und wie viel Pech die Rhein-Neckar Löwen in den letzten Jahren hatten», meinte der 21 Jahre alte Mazedonier.

Die Flensburger vermeiden es, mit ihrer Siegesserie zu prahlen. «Wir haben zuletzt zwar immer gewonnen. Aber das ist kein psychologischer Vorteil», betonte Geschäftsführer Schmäschke. «Bei einem K.o.-Spiel ist es unerheblich, gegen wen man spielt.»

Das dürften die Kieler anders sehen. Der Rekord-Pokalgewinner mit neun Erfolgen hat im anderen Halbfinale gegen Leipzig das wohl beste Los aus dem Kreis der drei Bundesliga-Platzhirsche erwischt. Vom THW wird der Finaleinzug erwartet. Vorsicht ist allerdings geboten: Die Leipziger haben Überraschungspotenzial in sich.

Eigentlich hatten sie erwartet, nur gegen den Abstieg zu spielen. Nun sind die Sachsen starker Sechster in der Tabelle. Verantwortlich für den Aufschwung ist Trainer Christian Prokop, der aufgrund seiner bemerkenswerten Arbeit zum Bundestrainer befördert wurde. «Er wird aus seinem Team schon was rauskitzeln», frohlockte Bohmann. Gerätselt wird, ob die Kieler ihren verletzten Spielmacher Domagoj Duvnjak aufbieten können. «Wenn die Schmerzen es zulassen, könnte ich helfen», meinte der Kroate.

«Das Final Four ist das größte Event im deutschen Handball», beteuerte THW-Trainer Alfred Gislason und findet damit die Zustimmung von Bohmann: «Die Veranstaltung ist begehrter denn je. Die 26 400 Karten für beide Tage waren in wenigen Stunden weg. Für das Kölner Final Four in der Champions League brauchen wir länger.» Nicht zuletzt wegen des großen Interesses hat Namenssponsor REWE sein Engagement zu deutlich gesteigerten Konditionen bis 2020 verlängert. Bohmann: «Wichtig ist: Das ist ein Hochglanz-Ereignis, aber keine Champagner- und Kaviar-Veranstaltung.»

Spiele um DHB-Pokal 2016/17

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