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DHB-Team in Slowenien gefordert - Gensheimer bleibt Kapitän

Uwe Gensheimer bleibt Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Foto: Marijan Murat/Archiv

Uwe Gensheimer bleibt Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Foto: Marijan Murat/Archiv

Angeführt vom alten und neuen Kapitän Uwe Gensheimer will Handball-Europameister Deutschland im Topduell der EM-Qualifikation beim WM-Dritten Slowenien die Tabellenführung in der Gruppe 5 verteidigen.

«Wir fahren mit viel Selbstvertrauen dorthin und wollen eine starke Leistung abliefern. Slowenien hat ein Topteam, wir haben unsere beste Formation zur Verfügung. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, das für uns ein Gradmesser ist», erklärte Bundestrainer Christian Prokop vor seinem Pflichtspieldebüt an diesem Mittwoch (20.00 Uhr) und kündigte an: «Wir haben den Ehrgeiz, dort erfolgreich zu sein.»

Viel Zeit für die Vorbereitung blieb dem 38-Jährigen nicht. In Frankfurt standen zwei Trainingseinheiten und ein ausführliches Videostudium auf dem Programm, schon am Dienstagmorgen heben die Bad Boys gen Ljubljana ab. Immerhin hatte Prokop keine Ausfälle zu beklagen. «Es sind alle Spieler fit angereist. Einige haben ein bisschen mit Erkältungen zu kämpfen, aber es nichts Ernstes», erklärte er.

Nachdem der Nachfolger von Dagur Sigurdsson Mitte März beim Länderspiel-Doppelpack gegen Schweden sein Debüt als Bundestrainer gegeben hatte, wird es für den Coach des Bundesligisten SC DHfK Leipzig nun erstmals so richtig ernst.

«Die Vorfreude ist riesig, ich verspüre ein positives Kribbeln», erklärte Prokop. «Aber es geht nicht um mich, sondern um die Mannschaft und darum, die Spiele gegen Slowenien zu gewinnen.» Am Samstag steigt in Halle/Westfalen das Rückspiel. Sollte die DHB-

Auswahl beide Spiele für sich entscheiden, wäre die Qualifikation für die EM-Endrunde 2018 in Kroatien vorzeitig geschafft. Derzeit führt der Titelverteidiger die Gruppe 5 mit 4:0 Punkten vor Slowenien (3:1) an.

Für die Duelle mit den Slowenen setzt Prokop auf das bewährte Personal. Im erweiterten 18-köpfigen Aufgebot, das am Spieltag auf 16 Spieler reduziert werden muss, stehen ausschließlich Akteure mit EM- und WM-Erfahrung. «Die erste Trainingseinheit ist gut gelaufen. Die Mannschaft macht einen guten Eindruck», berichtete der Bundestrainer.

Anführer der Bad Boys bleibt Linksaußen Gensheimer, der mit Paris St. Germain als einziger deutscher Spieler den Einzug ins Final Four der Champions League schaffte. «Uwe hat einen riesigen Erfahrungsschatz. Er gibt der Mannschaft, in der viele junge Spieler stehen, Ausstrahlung und Ruhe», sagte Prokop.

Noch nicht festgelegt hat er sich auf seine Nummer 1 zwischen den Pfosten, um die sich Andreas Wolff (THW Kiel) und Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) duellieren. «Ich freue mich, so ein starkes Torwart-

Gespann zu haben. Das wird ein wichtiger Faktor sein, um in Slowenien zu bestehen», sagte Prokop. «Ich lasse mir die Entscheidung offen.»

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