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Junge Sprinterinnen und Kugel-Ass Storl überzeugen

Sprinterin Gina Lückenkemper (M) jubelt über ihren Sieg über die 60 Meter. Foto: Jan Woitas

Sprinterin Gina Lückenkemper (M) jubelt über ihren Sieg über die 60 Meter. Foto: Jan Woitas

Die jungen Sprintladies um Gina Lückenkemper, die Weltklasse-Hürdenflitzerinnen Cindy Roleder und Pamela Dutkiewicz und Mittelstrecken-Talent Konstanze Klosterhalfen sorgen in der den deutschen Leichtathletik frü Furore.

Zusammen mit Kugelstoß-Dauerbrenner David Storl fahren sie Anfang März als heiße deutsche Medaillenkandidaten zu der Hallen-EM nach Belgrad. Auch mit Stabhochsprung-Routinier Raphael Holzdeppe ist nach den deutschen Hallen-Meisterschaften vom Wochenende in Leipzig zu rechnen.

Mit einem Team von 30 bis 35 Athleten will der Deutsche Leichtathletik-Verband beim ersten nacholympischen Kräftemessen nach Rio in der serbischen Hauptstadt antreten. Vor zwei Jahren sprangen in Prag sechs Medaillen heraus - Storl war damals der einzige deutsche Europameister.

«Die Sprinterinnen haben mich glücklich gemacht, vor allem, weil diese Disziplin in der Vergangenheit viel Kritik einstecken musste», sagte Idriss Gonschinska, der Leitende Direktor Sport beim DLV. Er lobte aber auch alle anderen Sprintsieger - vor allem Hürden-Ass Pamela Dutkiewicz, die Freiluft-Europameisterin Cindy Roleder in einem Weltklasse-Rennen besiegte.

Klosterhalfen rannte vor 3500 Zuschauern in der erneut ausverkauften Arena über 1500 Meter in 4:04,91 Minuten zur zweitschnellste jemals in der Halle gelaufenen Zeit. «Das zeigt schon, dass außergewöhnliche Talente auch international den Anschluss erreichen können», betonte Gonschinska. «Der Erfolg steht für mich für ihr Talent - aber auch für das neue DLV-Lauftrainerteam.»

Auf die Freiluft-Europameister war auch in der Halle Verlass - drei von fünf wurden von den 3500 Zuschauern in der ausverkauften Arena als Meister gefeiert. «Posterboy» Max Hess, der das Plakat der Meisterschaften ziert, gewann am Sonntag mit 16,71 Metern den Dreisprung. Storl (20,98 Meter), seit zwei Wochen glücklicher Papa von Söhnchen Jaro, und Schwanitz (18,50 Meter) hatten ihr Soll schon am Samstag erfüllt. Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause aus Trier, die «Leichtathletin des Jahres», rannte bei ihrem kurzfristig eingeschobenen Start über 3000 Meter als Zweite hinter der Ulmerin Alina Reh ins Ziel.

Holzdeppe, immerhin 2013 schon mal Freiluft-Weltmeister, holte sich den überfälligen ersten Hallentitel mit 5,68 Metern ab. Für Storls Trainingskollegin Christina Schwanitz ist das WM-Jahr 2017 bereits gelaufen: Die 31-Jährige wird im Juli erstmals Mutter. «Ich bin schwanger», verriet die Kugelstoß-Welt- und Europameisterin am Samstag. Mit ihrem vierten Hallentitel verabschiedete sich die «Sportlerin des Jahres» 2015 von ihren Fans. Zur Heim-EM 2018 im Berliner Olympiastadion will sie aber wiederkommen.

Nur um 5/100 Sekunden verpasste Cindy Roleder (SV Halle) das erhoffte Titel-Triple. Ihre Dauerrivalen Dutkiewicz stürmte mit 7,79 Sekunden vor ihr ins Ziel - und auf Platz 1 der europäischen Hallenrangliste. Weltweit war in diesem Winter über 60 Meter Hürden nur die Amerikanerin Kendra Harrison schneller (7,75). «Ich bin voll glücklich, freue mich so ungemein», sagte die 25-Jährige.

Danach konnte auch Gina Lückenkemper ihren ersten Hallentitel bejubeln. «Es war einfach geil», sagte die 20-Jährige von der LG Olympia Dortmund und lobte ihre Kolleginnen aus der bronzenen EM-Staffel von Amsterdam. «Alle Mädels, die hier heute gelaufen sind, haben ordentlich was auf dem Kasten.»

Lückenkemper gewann die 60 Meter in 7,14 Sekunden vor Rebekka Haase (24 Jahre/7,16) und Lisa Mayer (20 Jahre/7,18). Zusammen mit Vorjahressiegerin Tatjana Pinto, die vor dem Finale passen musste, sind gleich vier DLV-Sprinterinnen unter den Top 8 der europäischen Hallenbestenliste.

Website der Hallenmeisterschaften

DLV-Mitteilung zu Prokop

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