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Starker Auftritt Freimuth - Schäfer dominiert

Rico Freimuth beim Zehnkampf-Weitsprung in Ratingen. Foto: Bernd Thissen

Rico Freimuth beim Zehnkampf-Weitsprung in Ratingen. Foto: Bernd Thissen

Rico Freimuth hat mit einem starken ersten Tag bei der finalen WM-Qualifikation der Zehnkämpfer in Ratingen geglänzt.

Der WM-Dritte vom SV Halle führt vor dem Sonntag mit 4417 Punkten die Gesamtwertung an. Auf gutem Weg zur Leichtathletik-WM im August in London ist auch Kai Kazmirek von der LG Rhein Wied. Hinter Felix Kurt aus Grenada (4415 Punkte) liegt er mit 4402 Zähler auf Rang drei. Vorjahressieger Arthur Abele musste vorzeitig aussteigen.

Im Siebenkampf präsentierte sich die Olympia-Fünfte Carolin Schäfer erneut als WM-Medaillenanwärterin. «Es ist total meine Saison», sagte sie nach dem gelungenen ersten Tag. Schäfer liegt mit 3978 Punkten klar vor der Niederländerin Nadine Visser (3787 Punkten) an der Spitze. Nur den fünften Rang belegt die zweimalige WM-Zweite Jennifer Oeser (Leverkusen) mit 3478 Punkten.

Nach einem guten Anfang über die 100 Meter in 10,44 Meter war Freimuth zwar erleichtert, gab aber zu: «Ich bin ziemlich nervös.» Dabei hätte er nach der ersten WM-Ausscheidung in Götzis mit 8365 Punkten, mit denen er die London-Norm von 8100 Punkten übertroffen hatte, eher Grund zur Gelassenheit gehabt. Lockerer wurde er erst nach der persönlichen Bestleistung im Weitsprung mit 7,60 Metern. Nach 14,87 Metern im Kugelstoßen ließ Freimuth im Hochsprung mit 2,01 Metern sogar die zweite Bestleistung folgen und verteidigte mit 48,76 Sekunden über 400 Meter Platz eins am ersten Tag.

Der Olympia-Vierte Kazmirek konnte keine Bestleistungen erzielen, aber mit einem starken ersten Tag die Grundlage für das Erreichen des WM-Ziels legen. Die Fußverletzung, wegen der er für Götzis abgesagt hatte, dürfte der limitierende Faktor gewesen sein. Glänzen konnte er jedoch im Hochsprung mit 2,07 Metern, die ihn nach vorne brachten.

Titelverteidiger Arthur Abele muss die WM abhaken. Der 30-jährige Ulmer entschied sich nach Problemen an der rechten Achillessehne beim Hochsprung für den Abbruch des Wettbewerbs. Von Anfang an lief es für ihn schleppend, angefangen über die 100 Meter in 10,97 Sekunden bis hin zu nur 1,86 Meter im Hochsprung.

Deutschlands beste Siebenkämpferin Carolin Schäfer gab von Anfang an den Ton an und liegt auf Siegkurs. Die 25-Jährige lief die 100 Meter Hürden in persönlicher Bestzeit von 13,07 Sekunden und war im Hochsprung mit 1,84 Meter die Beste. Nach 13,84 Metern im Kugelstoßen beendete sie den ersten Tag mit 23,29 Sekunden über 200 Meter. Schneller rannte Schäfer die halbe Runde im Siebenkampf noch nicht.

Die Olympia-Fünfte hatte bereits in Götzis mit 6836 Punkten die Reise nach London gebucht; ebenso wie Claudia Salman-Rath (LG Eintracht Frankfurt), die dort 6580 Punkte sammelte und einem Weitsprung-Start bei der parallel terminierten Team-EM den Vorzug gab.

Schwer tat sich zweimalige Vizeweltmeisterin Jennifer Oeser. Sie muss zumindest noch die WM-Norm von 6200 Punkten übertreffen. Im Hürdensprint rannte die 33 Jahre alte Leverkusenerin nur mäßige 14,02 Sekunden. Mit 1,75 Meter im Hochsprung konnte sie wieder Punkte gutmachen, stieß die Kugel aber nur 13,56 Meter weit. Über 200 Meter reichte es nur zu 25,73 Sekunden.

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