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Löw: «Es war eine wunderschöne Geschichte»

Bundestrainer Joachim Löw (r) gab Norwegens Nationalcoach Lars Lagerbäck nach dem Spiel die Hand. Foto: Uwe Anspach

Bundestrainer Joachim Löw (r) gab Norwegens Nationalcoach Lars Lagerbäck nach dem Spiel die Hand. Foto: Uwe Anspach

Wie beurteilen Sie den hohen Sieg gegen Norwegen?

JOACHIM LÖW: Heute haben wir erlebt, wie schön Fußball sein kann, wie viel Spaß so ein Abend machen kann. Es war einfach eine tolle Stimmung von Beginn weg. Das Publikum hat jeden einzelnen Spieler unterstützt bei jeder Aktion. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen, haben in der ersten Halbzeit brillant kombiniert und sehr viele Möglichkeiten herausgespielt.

Was hat den Unterschied zum Spiel gegen Tschechien ausgemacht?

LÖW: Wir wollten einen anderen Spirit haben. Es war das erste Heimspiel seit einer längeren Phase. Wir haben viel Druck gemacht, was man in Tschechien vermisst hatte. Die Tore sind zwangsläufig gefallen. Wir haben kaum Chancen zugelassen. Es war eine wunderschöne Geschichte.

Sie waren selbst Trainer in Stuttgart. Haben Sie hier je zuvor so eine Stimmung erlebt?

LÖW: Es ist ein sehr dankbares Publikum in Stuttgart. Sie haben zuletzt einen Rekord in der 2. Liga aufgestellt. Ich habe auch schon zu meiner Zeit hier erlebt, dass gute Stimmung war.

Hat sich die Mannschaft im gewohnten 4-3-2-1-System wieder am wohlsten gefühlt?

LÖW: Um Gottes willen, nein. Beim Confed Cup haben wir mit einer jungen Mannschaft ein 3-5-2-System gespielt und gewonnen. Es ist ohne jede Diskussion wichtig, dass man zwei unterschiedliche Systeme spielen kann, einen Plan A und einen Plan B hat. Wir haben dieses Mal im letzten Drittel die Positionen gut besetzt, die Außen standen sehr hoch. Wir haben mit viel Dynamik viele Löcher gerissen, das war entscheidend. Im Spielaufbau haben wir genauso gespielt wie in Tschechien, die Automatismen sind gleich. Nur diesmal waren Leute wie Draxler und Müller ständig im Sechzehner.

Timo Werner ist schon vor seinen beiden Toren gefeiert worden. Wie haben Sie das empfunden?

LÖW: Ich fand es gut und angemessen. Er hat als ganz junger Spieler über 100 Spiele für den VfB Stuttgart gemacht. Er war einer der Jüngsten, der hier als Profi gespielt hat, und er hat drei Jahre alles gegeben. Wenn er dann wechselt nach dem Abstieg des VfB, was man nicht erwartet hatte, ist es nachvollziehbar.

Als Krönung fehlte nur noch die vorzeitige WM-Qualifikation. Wie werden Sie die letzten zwei Pflichtspiele angehen?

LÖW: Es war nicht zu erwarten, dass Nordirland zu Hause gegen Tschechien verliert. Sie sind eine Heimmacht auf der Insel. Sie haben wie wir in der gesamten Qualifikation nur zwei Gegentore bekommen - von uns. Sie haben sieben Mal zu Null gespielt. Wir sind vorne, jetzt gibt es in Nordirland ein interessantes Spiel. Wir versuchen immer, kein Spiel herzuschenken. Wir haben bis zur WM nicht mehr ganz so viele Spiele. Aber auch in einem Test wollen wir ernst machen.

Ihr neuer Torjäger Timo Werner ist ein anderer Typ Stürmer, geht immer in die Tiefe. Verändert sich durch ihn vielleicht sogar der Spielstil ihrer Mannschaft?

LÖW: Er macht das, was dem Gegner extrem weh tun, was extrem schwer zu verteidigen ist. Er hat einen brutalen Zug zum Tor und Schnelligkeit. Das ist extrem schwer zu verteidigen. Er ist noch nicht so lange bei der Nationalmannschaft. Was er für Wege macht, ist schon klasse. Der Zug, immer an vorderster Stelle zu sein, zeichnet ihn aus. Es gibt andere Stürmertypen, die Anspielstation sind und die Bälle halten. Timo läuft ständig quer und steil, das ist für unser Kombinationsspiel sehr gut. Da kann man Bälle auch wieder hinter die Abwehr spielen. Ich hoffe, dass er das beibehält.

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