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Löw nominiert 17 Confed-Cup-Sieger - Ohne Neuer und Götze

Fehlen im Aufgebot für die Länderspiele in Tschechien und gegen Norwegen: Die Weltmeister Manuel Neuer (l) und Mario Götze. Foto: Federico Gambarini

Fehlen im Aufgebot für die Länderspiele in Tschechien und gegen Norwegen: Die Weltmeister Manuel Neuer (l) und Mario Götze. Foto: Federico Gambarini

Noch ohne die Weltmeister Manuel Neuer und Mario Götze, aber mit gleich 17 Confed-Cup-Siegern startet Joachim Löw in die entscheidenden Monate der Mission WM-Titelverteidigung.

Mit dem ersten Aufgebot in der WM-Saison setzte der Fußball-Bundestrainer ein klares Signal: «Die Spieler wissen, was ich von ihnen erwarte. Und sie wissen, dass wir eine große Konkurrenzsituation haben.» Löw hat insgesamt annähernd 40 WM-Kandidaten im Blick und zur Auswahl.

Die Sommerstrapazen in Russland haben sich zunächst für Timo Werner, Leon Goretzka, Niklas Süle, Lars Stindl und viele weitere Gewinner des Konföderationen-Pokals ausgezahlt. Nur vier Akteure, die bei der WM-Generalprobe dabei waren, bekamen keine neue Einladung: Sandro Wagner, Kerem Demirbay (beide Hoffenheim), Marvin Plattenhardt (Hertha) und auch Weltmeister Shkodran Mustafi (FC Arsenal).

Die Weltmeister Mats Hummels, Toni Kroos, Sami Khedira, Mesut Özil und Thomas Müller kehren nach ihrer Turnierpause im Sommer zurück. Auch Mario Gomez ist wieder im 24 Spieler umfassenden Aufgebot dabei. Alle werden ab sofort von der neuen Generation herausgefordert.

Der lange wegen einer Stoffwechselerkrankung pausierende Götze, der nach seiner Erkrankung bei Borussia Dortmund gerade sein Comeback gegeben hat, bleibt zunächst im Wartestand. Neuer wird nach seinem Fußbruch am Samstag im Bundesligaspiel bei Werder Bremen erstmals wieder im Bayern-Tor stehen. Trainer Carlo Ancelotti hätte auch keine Einwände gehabt, wenn Löw seine Nummer eins schon nominiert hätte.

«Gerade zu Saisonbeginn können die Spieler noch keinen Rhythmus aufgenommen haben, daher fehlt auch noch der eine oder andere, beispielsweise unser Kapitän Manuel Neuer, mit dem wir besprochen haben, dass er zunächst in Ruhe bei Bayern München wieder Spielpraxis sammeln wird», erklärte Löw am Freitag.

Weltmeister Benedikt Höwedes (Schalke 04), der derzeit mit einem möglichen Vereinswechseln in Verbindung gebracht wird, ist am 1. September in Prag gegen Tschechien und am 4. September in Stuttgart gegen Norwegen ebenfalls nicht dabei. Auch auf Leroy Sané (Manchester City) verzichtet der Bundestrainer. Der Münchner Jérôme Boateng steht im Aufbautraining. Die Dortmunder Marco Reus, Julian Weigl und André Schürrle fehlen ebenfalls wegen Verletzungen. Ilkay Gündogan ist bei Manchester City nach einem Kreuzbandriss gerade erst wieder zurück.

Weltmeistercoach Löw rief nach dem emotionalen Fußballsommer mit dem Confed-Cup-Erfolg und dem EM-Titel der U21 den Neustart aus. «Im Moment zählen für mich die Titel der Vergangenheit nicht, so sehr wir uns alle über die Erfolge im Sommer gefreut haben. Am Ende dieser Saison wartet mit der Weltmeisterschaft in Russland der absolute Höhepunkt auf uns. Dort wollen wir wieder den Titel gewinnen, diesem großen Ziel werden wir wie bisher konsequent alles unterordnen», sagte der Bundestrainer.

Als einziger U21-Europameister ist Serge Gnabry für das A-Team nominiert. Den Hoffenheimer plagt derzeit allerdings eine Fußblessur. Weitere Talente wie Jeremy Toljan von 1899 Hoffenheim, der Herthaner Mitchell Weiser und der Schalker Max Meyer müssen sich erst einmal weiter gedulden.

Auf dem Weg zur WM-Endrunde in Russland im Sommer 2018 führt das DFB-Team die Qualifikations-Gruppe C nach sechs Siegen in sechs Spielen souverän an. «Wir wollen uns schnell als Tabellenerster für die WM qualifizieren, daher kann unser Ziel für die beiden Spiele nur lauten, sie zu gewinnen», sagte Löw. Von tragenden Kräften beim Confed-Cup-Sieg wie Aushilfskapitän Julian Draxler erwartet der 57-Jährige nun auch in der WM-Saison Führungsqualitäten.

DAS DFB-AUFGEBOT:

Tor: Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris Saint-Germain)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Benjamin Henrichs (Bayer 04 Leverkusen), Mats Hummels (FC Bayern München), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Niklas Süle (FC Bayern München)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Serge Gnabry (TSG 1899 Hoffenheim), Mario Gomez (VfL Wolfsburg), Leon Goretzka (FC Schalke 04), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (FC Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Sebastian Rudy (FC Bayern München), Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach), Timo Werner (RB Leipzig), Amin Younes (Ajax Amsterdam)

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