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Löws neue Mixtur: Sieben vor Beförderung

Der Hoffenheimer Sandro Wagner wird sein Nationalmannschaftsdebüt geben. Foto: Soeren Stache

Der Hoffenheimer Sandro Wagner wird sein Nationalmannschaftsdebüt geben. Foto: Soeren Stache

Kopenhagen (dpa) - Mit sechs Erstberufenen startet Joachim Löw in Kopenhagen das Confed-Cup-Abenteuer. Mit dem Testspiel am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Dänemark beginnt auch eine große Chance für diese neuen Spieler.

Es wird ein munterer Debütantenball vor und bei der WM-Probe in Russland. Einschließlich Torhüter Kevin Trapp haben sieben Akteure noch keine Länderspiel-Erfahrung. Die besondere Motivation: Es lockt 2018 ein Platz im WM-Kader des Bundestrainers.

SANDRO WAGNER (1899 Hoffenheim/29 Jahre): Er selbst hat sich mehrmals als «besten deutschen Stürmer» in der Bundesliga bewertet. Was Wagner nicht nur Bewunderung einbrachte. An Selbstbewusstsein mangelte es dem 1,95 Meter großen Profi noch nie. «Er bringt eine besondere Note ins Spiel», erklärte der Bundestrainer. Wagner erlernte beim FC Bayern das Fußball-ABC. Nun schoss er Hoffenheim mit elf Bundesligatoren mit in die Qualifikation zur Champions League und verkündete stolz: «Wenn ihr mich sucht: Ich bin bei Jogi Löw.»

LARS STINDL (Borussia Mönchengladbach/28): Das Russland-Ticket ist eine späte Belohnung für den Gladbacher Kapitän. «Das kommt jetzt als Bonus dazu», sagte der in Speyer geborene Profi. In 44 Pflichtspielen der abgelaufenen Saison schoss er 18 Tore. Und er bereitete neun weitere vor. «Er ist eine Führungspersönlichkeit mit Torgefahr», erklärte Löw. In den DFB-Auswahlmannschaften kam er bislang einmal in der U21 und dreimal in der U20 zum Einsatz. «Die Erfahrung ist etwas Besonderes», sagte Stindl zur neuen Chance.

AMIN YOUNES (Ajax Amsterdam/23): Für Ajax spielte er in dieser Saison 48-mal. Er bereitete 13 Tore vor, erzielte sieben selbst - und stand im verlorenen Europa-League-Finale. «Eine seiner Stärken liegt im Eins gegen Eins», sagte Löw. Nach seiner Jugendzeit und 28 Bundesligaspielen für Mönchengladbach sowie einem Abstecher nach Kaiserslautern ging Younes 2015 nach Amsterdam. DFB-Erfahrung hat der Tempodribbler eine Menge: 45 Partien in den verschiedenen Nachwuchs-Auswahlteams stehen zu Buche. Jetzt folgt die Beförderung.

DIEGO DEMME (RB Leipzig/25 Jahre): «Er ist ein kleiner Gattuso», sagte Löw über den Neu-Berufenen. Gennaro Gattuso war einst als kompromissloser Abräumer beim AC Mailand berühmt. Demme ist zugleich intelligenter Spieleröffner. Er läuft bei RB die meisten Kilometer. «Die letzten drei Jahre sind perfekt für mich gelaufen, wie im Traum», sagte Demme. Der Deutsch-Italiener, der seit 2010 Profi in Bielefeld und Paderborn war, kam 2014 nach Leipzig. Im defensiven Mittelfeld ist er im Team von Ralph Hasenhüttl eine feste Größe.

KEREM DEMIRBAY (1899 Hoffenheim/23): Noch kurz vor seiner Einladung zum Confed Cup hatte sich der Tempomacher aus Hoffenheim beim türkischen Fußballverband erkundigt, ob er auch für das Land seiner Eltern spielen könne. Nun will er die Chance im deutschen A-Team ergreifen. Bei 1899 überzeugte der Mittelfeldspieler mit Dribblings, Tempo und Ballsicherheit. Sechs Tore und zehn Assists sprechen für den Ex-Hamburger. Löw möchte Demirbay, der aus einer türkischen Familie stammt, für den DFB sichern. Wie einst Mesut Özil.

MARVIN PLATTENHARDT (Hertha BSC/25): «Meinen Kreta-Urlaub storniere ich dafür gerne.» Freistoß-Spezialist Plattenhardt darf seine Künste nun auch in der Nationalelf zeigen. Der in Filderstadt geborene Flügelspieler ist bei Hertha BSC eine feste Größe, seit Trainer Pal Dardai Anfang 2015 übernommen hat. «Er zeigt seit zwei Jahren konstant seine Qualität», lobte Dardai den Linksfuß. «Er ist 25 Jahre und hat eine Perspektive», äußerte Bundestrainer Löw. In dieser Saison schoss Plattenhardt drei Freistöße direkt ins Tor.

KEVIN TRAPP (Paris Saint-Germain/26): Ein Neuling ist der gebürtige Saarländer nicht mehr im Kreis der Nationalmannschaft. Zu einem Länderspieleinsatz hat es bisher nicht gereicht. Der soll nun folgen. Bei seiner ersten Berufung im November 2015 erlebte er im Stade de France die Pariser Attentate mit. Über Kaiserslautern und Frankfurt kam Trapp 2015 zu Paris St. Germain, wurde in Frankreich gleich Meister und Pokalsieger. In dieser Saison erkämpfte er sich seinen zwischenzeitlich verlorenen Stammplatz im Tor zurück.

Das deutsche Aufgebot für den Confed Cup

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