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U21-Europameister enttäuscht: 1:2 gegen Ungarn

Nach der 1:2-Niederlage gegen Ungarn trotten die deutschen Spieler enttäuscht über das Spielfeld. Foto: Friso Gentsch

Nach der 1:2-Niederlage gegen Ungarn trotten die deutschen Spieler enttäuscht über das Spielfeld. Foto: Friso Gentsch

Die deutschen U21-Fußballer sind 63 Tage nach dem Gewinn des EM-Titels mit einer Enttäuschung in die neue Saison gestartet.

Vier Tage vor dem Beginn der EM-Qualifikation unterlag das neu formierte Team von Trainer Stefan Kuntz in einem Testspiel Außenseiter Ungarn mit 1:2 (0:1). Gegen die Mannschaft des deutschen Trainers Michael Boris, die zuletzt 1996 für eine EM qualifiziert war, tat sich die DFB-Auswahl vor 5510 Zuschauern in Paderborn lange schwer und agierte vor allem defensiv zu sorglos.

«Es fehlen noch die Automatismen, da die Jungs noch nie zusammen gespielt haben. Aber wir waren auch zu hektisch, haben uns zu viel Fehlpässe geleistet», analysierte Trainer Stefan Kuntz bei Eurosport.

Mittelfeldspieler Donát Zsótér brachte die Gäste mit einem Schlenzer von der Strafraumkante in Führung (15. Minute), Kapitän Máté Vida erhöhte per direkt verwandeltem Freistoß (60.). Dem Bremer Johannes Eggestein gelang mit dem 700. Tor für die deutsche U21 nur noch der Anschlusstreffer (66.). «Es war ein gute Woche für mich: Erst das Bundesliga-Debüt gegen die Bayern, jetzt mein ersten Einsatz in der U21 - aber dennoch war es durchwachsen, denn wir heben beide Speile verloren», meinte der Torschütze.

Zum Start in die EM-Qualifikation am 5. September gegen die kosovarische Auswahl muss sich die DFB-Auswahl trotz guter Ansätze in der Offensive noch steigern. «Nicht jeder Spieler hat heute 100 Prozent gebracht. Wir haben verdient verloren, die Ungarn hätten ja schließlich noch zwei Elfmeter bekommen können», sagte Kuntz.

Der deutsche Coach schickte alle fünf im Kader verbliebenen U21-Europameister von Beginn an aufs Feld. Zudem feierten gleich fünf Spieler aus der Startelf ihr Debüt in der U21-Auswahl. Alle Feldspieler im 22-köpfigen deutschen Aufgebot kamen zum Einsatz.

Angeführt vom neuen Kapitän Jonathan Tah dominierten die DFB-Junioren anfangs die Partie, leisteten sich aber auch einige defensive Wackler. Nach acht Minuten hatte der Hoffenheimer Nadiem Amiri mit einem Fachschluss die erste große Chance. Deutschland blieb das aktivere Team nach vorne, ließ die Ungarn aber zu Chancen kommen.

Wenig später nutzten dann die mutig nach vorn spielenenden Ungarn die Nachlässigkeiten in der deutschen Abwehr aus: Zsótér hatte zu viel Platz und schlenzte den Ball zum 1:0 ins Tor. Der Außenseiter blieb weiterhin gefährlich und hätte einen Elfmeter bekommen müssen (25.). Ein Heber aus der Distanz von Vida landete nur an der Latte.

Auf der Gegenseite verpasste Luca Waldschmidt nach Vorbereitung von Levin Öztunali den möglichen Ausgleich (24.). Nach vorne zeigte die neu formierte deutsche Auswahl einige starke Kombinationen, oft fehlte aber die letzte Präzision. Nach der Pause drängte die DFB-Elf auf den Ausgleich, Florian Neuhaus zielte knapp rechts vorbei (48.).

Ein direkt verwandelter Freistoß von Vida brachte schließlich die 2:0-Führung für die Gäste. Für die DFB-Auswahl reicht es trotz aller Bemühungen nur noch zum Anschlusstreffer durch Joker Eggestein. «Wir hätten vorher nicht an den Sieg geglaubt. Wir haben heute nicht viel gesehen vom Favoriten», sagte Ungarns Coach Michael Boris.

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