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Weltmeister als U21-Vorbild - Löw: Kann für «Schub» sorgen

Mesut Özil im Juni 2009: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat die Europameisterschaft in Schweden gewonnen. Foto: Andreas Hillegren

Mesut Özil im Juni 2009: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat die Europameisterschaft in Schweden gewonnen. Foto: Andreas Hillegren

Die Weltmeister um Mesut Özil schauen genau hin. Wenn ab Freitag ihre Nachfolger in der deutschen U21-Nationalelf in Polen nach acht Jahren Pause endlich den zweiten Europameistertitel gewinnen sollen, drücken die Sieger von 2009 aus dem Urlaub die Daumen.

«Das wäre für den deutschen Fußball natürlich super, wenn dieses Jahr die Jungs auch wieder im Turnier lange dabei sein werden», sagte Özil der Deutschen Presse-Agentur. Der 28-Jährige ist einer von sechs Profis, die vor acht Jahren den bislang einzigen U21-Titel einer deutschen Auswahl feierten - und fünf Jahre später dann gemeinsam den Weltmeistertitel in Rio de Janeiro bejubelten.

Am 29. Juni 2009 besiegten Özil, Manuel Neuer, Sami Khedira & Co. im Endspiel im schwedischen Malmö England mit 4:0. «Ich erinnere mich auf jeden Fall sehr gerne an 2009 zurück. Es war zum damaligen Zeitpunkt eines der schönsten Erlebnisse», sagte Özil über den Triumph von 2009, der für ihn und einige seiner damaligen Teamkollegen nicht nur der erste große internationale Erfolg war. Er war auch ein weiterer Grundstein für ihre Weltkarriere.

Einen ähnlichen Weg wie den von Özil, Neuer, Khedira, Mats Hummels, Benedikt Höwedes und Jérôme Boateng strebt auch die aktuelle U21 an. Einige schwärmen von Vorbildern, andere heben demonstrativ das eigene Projekt hervor. Klar ist nur: Jeder will den Titel beim bis zum 30. Juni dauernden Turnier. «Wir kennen die Geschichte und wissen, dass 2009 viele dabei waren, die später Weltmeister geworden sind», sagt Mittelfeldspieler Max Meyer.

Auch Bundestrainer Joachim Löw verfolgt den Weg des U21-Nachwuchses in Polen trotz des parallel laufenden Confed Cups in Russland mit großem Interesse. Viele U21-Profis wie Max Meyer, Serge Gnabry oder Maximilian Arnold haben schon Erfahrung im A-Nationalteam gesammelt. Der eine oder andere Akteur gilt auch als Kandidat für die WM 2018 - erst Recht mit dem möglichen Rückenwind eines EM-Titels. Ein Sieg mit der U21 könne «für einen Schub sorgen, wie 2009 zu sehen war, als Neuer, Boateng, Özil, Khedira, Höwedes und Hummels den EM-Titel und dadurch enorm an Selbstbewusstsein gewannen», urteilte Löw.

Aus Sicht von U21-Europameister Höwedes ist für eine Wiederholung des Triumphs vor allem eins entscheidend: «Wir waren eine Mannschaft, die richtig gut zusammengehalten hat. Das war bei aller vorhandenen Klasse ein wichtiger Faktor für den Erfolg», sagte der 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Auf den Teamgeist kommt es an. Der entscheidet zumindest mit über den Erfolg bei solchen Turnieren.»

Sollte es die Auswahl von U21-Trainer Stefan Kuntz bis ins Finale am 30. Juni in Krakau schaffen, dürften auch bei den Europameistern von 2009 Erinnerungen wach werden. «Damals war es ein großes Thema, weil zum ersten - und leider bisher einzigen Mal - eine deutsche Elf den Titel gewinnen konnte», sagte Höwedes. Das will die aktuelle Generation um Meyer, Gnabry und Selke ändern. «Wir wissen ganz genau, was für eine Strahlkraft die U21-EM hat», sagt Selke. «Je weiter man kommt, desto besser ist es für die eigene Karriere. Das ist uns allen bewusst, deshalb werden wir alles geben.»

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