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Basketball-Bundesliga: Saarlouiser Heimdebakel gegen die Rhein-Main-Baskets

(2012-02-06 08:07:02)

Die Basketballerinnen des TV Saarlouis sind am Freitagabend zu Hause mit 48:78 (21:33) von den Rhein-Main Baskets abgefertigt worden. Nach der miserablen Vorstellung ist der Abstieg aus der Bundesliga fast unabwendbar.




Saarlouis. "Eigentlich haben wir ja nix mehr zu verlieren. Wir sollten im Grunde befreit aufspielen können, aber wir spielen, als hätten wir die Hosen voll", stellte Stefanie Grigoleit fest. Die Basketballerinnen des TV Saarlouis verloren am Freitag ihr Heimspiel gegen die Rhein-Main Baskets mit 48:78 (21:33) mehr als deutlich. Es war wohl die schlechteste Leistung in einer ohnehin verkorksten Saison. Auch wenn die Royals seit dem ersten Spieltag auf dem letzten Platz der Damen-Basketball-Bundesliga stehen, muss man ihnen anrechnen, dass sie immer gekämpft und sich nie aufgegeben haben - bis vergangenen Freitagabend.

"Heute war es für mich extrem enttäuschend", erklärte René Spandauw fassungslos. Er weiß, dass der sportliche Abstieg in die 2. Liga fast nicht mehr abzuwenden ist. Aber gerade ihre ausweglose Situation machte die Royals für die Gäste so unberechenbar. "Ich habe meine Mannschaft die ganze Woche gewarnt, gerade weil Saarlouis nichts mehr zu verlieren hat. Deswegen haben wir uns gleich in den ersten zehn Minuten sehr viel vorgenommen", erklärte Steffen Brockmann, Cheftrainer der Rhein-Main Baskets.

Und die Royals hatten es ihnen auch wirklich nicht schwer gemacht. Ganze fünf Minuten dauerte es, bis sie ihre ersten zwei Punkte machten, weitere drei Minuten mussten die Zuschauer warten, bis die Royals ihren zweiten Korb warfen. Mit 21:7 ging das erste Viertel klar an die Gäste aus Langen. Was die Mannschaft von René Spandauw und Mariusz Dziurdzia den 250 Zuschauern in der Stadtgartenhalle in Saarlouis bot, waren wohl vielmehr die ersten Auflösungserscheinungen der Mannschaft. Auch wenn man den Eindruck gewinnen konnte, sie hätten sich im zweiten Viertel gesteigert, war das vielmehr eine Schwächephase der Gäste.

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"Das einzige, was ich heute von meiner Mannschaft verlangt habe, war Kampf und Stolz", erklärte Spandauw. Doch von beidem war wenig zu sehen. Die Mannschaft scheint weder an sich noch an den Klassenverbleib zu glauben. Einfachste Pässe und Würfe wollten nicht gelingen. 23 Ballverluste auf dem Konto der Royals standen 21 der Gäste gegenüber. Nicht gerade optimale Bedingungen für Leonie Edringer und ihr Bundesligadebüt.

Auch die Gäste spielten nicht gerade überragend, nur war ihre Trefferquote eben nicht ganz so mies wie die Saarlouiser. Von den 69 Wurfversuchen der Royals erreichten nur 18 ihr Ziel. Eine traurige Bilanz. "Mit der 2. Liga anfreunden kann ich mich nicht, aber wir sollten es ernst nehmen", meinte Spandauw. aub

 

 
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