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2. Handball-Bundesliga: HG Saarlouis schlägt TV Emsdetten mit 34:32

(2012-02-06 08:02:30)

Handball-Zweitligist HG Saarlouis hat die sechswöchige Spielpause und die Abschieds-Ankündigung von Trainer Gulbicki gut weggesteckt: Durch den 34:32-Sieg gegen Emsdetten kletterte die HG auf Rang sechs.

Von SZ-Mitarbeiter Sebastian Zenner


Saarlouis. "Das war ein schönes Spielchen", näselte der noch leicht verschnupfte Handballer Daniel Fontaine nach dem Zweitliga-Spiel seiner HG Saarlouis gegen den TV Emsdetten am Samstag. Acht Treffer steuerte der linke Rückraumspieler zum 34:32 (18:13)-Heimsieg seiner Mannschaft vor 1400 hellauf begeisterten Zuschauern in der Stadtgartenhalle bei.

"Dass wir die ganze Zeit in Führung lagen, war schon ein bisschen unerwartet. Direkt nach der Winterpause weiß man noch nicht genau, wo man steht", freute sich "Fonny" nach dem Sieg gegen den Tabellenfünften. Ein Mittel des Erfolgs war die neue Deckungsvariante der HG: Trainer Andre Gulbicki ließ seine ersten Sieben, zu denen statt des noch angeschlagenen rechten Rückraumspielers Jonathan Julvécourt Ersatzmann Merten Krings gehörte, mit einer 3-2-1 Deckung verteidigen. "Der Gegner war am Anfang von dieser Umstellung schon überrascht", resümierte Trainer Gulbicki nach dem Schlusspfiff zufrieden. Auch Torwart Darius Jonczyk sah das so: "Die wussten ganz schön lange nicht, wie sie unsere Deckung knacken können."

Der bärenstarke Jonczyk war mit Kapitän Danijel Grgic (mit elf Toren bester Schütze des Spiels) und Fontaine eine der Säulen bei dem verdienten Auftakt-Erfolg nach der Winterpause. Die Gäste hielten das Spiel nur bis zum 9:9 (15.) ausgeglichen, danach mussten sie ständig Rückständen hinterher laufen. Quasi mit der Halbzeit-Sirene donnerte Fontaine den Ball zum 18:13 in die Maschen und beschaffte den Hausherren eine auch in dieser Höhe verdiente Pausenführung.

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"In der zweiten Halbzeit war mir ein bisschen bange, weil ich dachte, dass wieder unsere berühmten zehn Minuten kommen würden", sagte Grgic mit Blick auf die fast schon obligatorische Schwächephase. "Aber wir hatten auf jede Situation eine Antwort und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen." Auch die starke Leistung des in der zweiten Hälfte zwischen den Emsdetter Pfosten stehenden Torwarts Vitali Feshchanka konnte das nicht ändern. Zwar hielt er sein Team durch viele Paraden lange im Spiel und verhinderte ein höheres Ergebnis, wirklich gefährlich wurde der TVE den Gastgeber allerdings nicht mehr.

"Nach den Turbulenzen der letzten Zeit wusste man nicht, wie die Mannschaft reagieren würde. Wir haben gezeigt, dass wir eine Einheit sind und das bis zum Saisonende durchziehen", sagte Danijel Grgic. Mit "Turbulenzen" meinte er die Bekanntgabe des Vereins, dass Trainer Gulbicki am Saison-Ende aufhören wird. Dies kam bei den Spielern nicht gut an, wie Darius Jonczyk bestätigte: "Die Zusammenarbeit hat drei Jahre lang super geklappt. Es ist schade, dass es so auseinandergeht und dass man keinen Weg findet, irgendwie doch noch was zu machen." Die Saisonziele der HG ändern sich laut Jonczyk jedoch auch nach dem Erfolg und dem Vorrücken auf Platz sechs nicht: "Wir wollen die Klasse halten und Spaß haben."

 

 

 
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