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Bundesliga-Traum: Saarländische Volleyballer wollen Nachwuchsarbeit intensivieren
(2010-06-21 09:29:01)
Die Volleyball-Frauen im Saarland haben es schon in die 2. Bundesliga geschafft. Die Männer sollen auch irgendwann dahin kommen – durch bessere Jugendarbeit. Und dann gibt es da noch den Traum „Erste Liga“ . . .
Von SZ-Mitarbeiterin Christina John
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Warum? Weil niemand aus der Breite mehr nachkommt. Im Jahr 2001 waren noch 2221 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Volleyballvereinen tätig. Heute sind es nur noch 1585 – das ist ein Rückgang von 28,6 Prozent. „Bei den aktiven Erwachsenen ist der Rückgang kaum merklich“, bestätigt Norbert Spurk, Vizepräsident für Finanzen, „bei den Jugendlichen ist er aber extrem hoch. Wir müssen versuchen, verstärkt die Jugend für den Sport zu begeistern“ – damit sich der Traum „Erste Liga“ des Präsidenten auch irgendwann erfüllen kann.
„Es ist jetzt nicht so schlimm, dass wir in einer Misere stecken“, räumt Rubert dabei ein, „wir machen Rundenspiele, richten den Saarlandpokal aus. Die Frage ist nur, ob man darüber hinaus noch was machen kann.“ Dafür will der Verband in Zukunft die Zusammenarbeit mit den Schulen verbessern, auch die Vereine sollen – und wollen – mit am Strang ziehen. Beim Verbandstag in Saarbrücken, an dem auch das 40-jährige Bestehen des SVV gefeiert wurde, stimmten die anwesenden Vereinsvertreter für eine Erhöhung der Sanktion, sollte ein Verein den Jugendnachweis nicht erbringen. Während der Vorschlag des Präsidiums sich dabei auf lediglich 200 Euro bezog, verlangten einige Stimmberechtigte gar Strafen in Höhe von 1000 Euro.
Die Bereitschaft der Vereine ist also gegeben, geeinigt haben sich Präsidium und Vereine schlussendlich auf 500 Euro. „Mit einer besseren Jugendarbeit wollen wir auch den Männerbereich stabilisieren“, erklärt Rubert, „in der Regionalliga haben wir ja auch bei den Männern zwei Teams. Allerdings würde bei denen die 2. Bundesliga schon viel mehr Geld kosten.“
Um dennoch die 2. Liga auch im Männerbereich stemmen zu können, schlägt Präsident Rubert eine Gemeinschaft innerhalb der Vereine vor, „wie die TG Saar bei den Turnern. Am besten alles in einem Pott. Aber dafür sind die einzelnen Vereinsstrukturen wahrscheinlich schon zu festgefahren“, räumt er sofort ein. Aber vielleicht schafft es ja trotzdem der ein oder andere Verein, eine Männermannschaft bis nach oben in die 2. Bundesliga zu führen. Ganz so, wie es die Frauen des TBS Saarbrücken als Aushängeschild des SVV bereits vorgemacht haben.
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