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Prominente zur Wahl: Von Katzenberger bis Hallervorden

Neuer Bekenntnismut im Bundestagswahlkampf? ESC-Siegerin Lena, der Sänger Heino, das Model Sophia Thomalla, Schauspieler wie Uschi Glas und Heiner Lauterbach, Sportler wie Arne Friedrich und Hans Sarpei sowie die Magier Siegfried und Roy unterstützen zum Beispiel offen Angela Merkel und die CDU.

Martin Schulz von der SPD hat dagegen etwa Unterstützung von Schauspielern wie Iris Berben, Hannelore Hoger, Natalia Wörner, Armin Mueller-Stahl, Hans-Werner Meyer, Leonard Lansink und Clemens Schick, Sänger Roland Kaiser und Moderator Klaas Heufer-Umlauf.

Elyas M'Barek, Jella Haase, Max von der Groeben und weitere Stars der «Fack Ju Göhte»-Filmerfolge riefen online kurz vor dem 24.9. zum Wählengehen auf, warnten dabei vor der AfD. Hunderttausende klickten den Clip mit dem Motto «#FackJuRechts».

Und was sagen andere Promis vor der Wahl am 24. September?

Die TV-Selfmadefrau Daniela Katzenberger sagt, es sei ihr nicht egal, wer die Entscheidungen für Deutschland treffe. Sympathie hegt sie für Kanzlerin Merkel, weil die sich «in diesem Männerzirkus von Trumps, Putins und Erdogans» durchsetzen könne. Von der neuen Regierung erwartet die Mutter einer kleinen Tochter mehr Hilfe für Familien, vor allem für Alleinerziehende. «Ich weiß selber, wie schwer meine Mutter es oft hatte und hier muss mehr getan werden.»

Der Schauspieler Martin Brambach (Dresden-«Tatort») will auf jeden Fall seine Stimme abgeben - «weil ich nicht will, dass die Populisten unsere Demokratie und unser Land kaputtmachen». An Merkel imponiert ihm ihre Haltung in der Flüchtlingskrise, zudem wirkt sie auf ihn unbestechlich. In Schulz sieht er einen Politiker, dem man glaube, dass er sich für die Belange der sozial Schwachen einsetze.

Der TV-Produzent Nico Hofmann sieht eine «Schicksalswahl»: «Die weltpolitische Situation ist derzeit äußerst angespannt, und Deutschland spielt in Europa zusammen mit Frankreich eine führende Rolle. Deshalb denke ich, dass die Wahl wirklich entscheidend ist.»

Die Schlagersängerin Andrea Berg wünscht sich, «dass Politiker um der Sache willen miteinander reden und sich nicht gegenseitig etwas an den Kopf werfen, um Stimmung zu machen». Neben Innenpolitik sei es auch wichtig, sich in einer Welt, die immer mehr zusammenrücke, um die Menschen zu kümmern, die hungern und in Kriegsgebieten leben.

Der Sänger Howard Carpendale meint: «In einer sehr instabilen Welt bringt Merkel schon eine gewisse Stabilität mit sich.» Zwölf Jahre im Amt, das sei schon eine Leistung. «Schulz habe ich am Anfang sehr gemocht.» Doch irgendwie sehe er ihn nicht auf der Weltbühne als Bundeskanzler. «Ich kann es schwer erklären, aber da fehlt mir was.»

Ex-«Bunte»-Chefin Patricia Riekel sagt: «Ich erwarte, dass Frau Merkel weiterhin für Stabilität in Deutschland sorgt.» Auf die Frage, was ihr an Schulz gefalle, antwortete Riekel kurz: «Nichts.»

Auch der Liedermacher und frühere DDR-Dissident Wolf Biermann äußert sich eindeutig: «Aus sentimentaler Tradition stehe ich den Sozialdemokraten nahe, aber aus praktischer Vernunft der Kanzlerin. Die Merkel macht mit evangelischem Mut eine pragmatische Politik. Mir gefällt, dass sie die Welt nicht erlösen will, sondern verbessern.»

Der Filmemacher Volker Schlöndorff sagt über Kanzlerin Merkel: «2015 ist sie über sich hinausgewachsen oder hat sich plötzlich gefunden auf eine Art, die auch mich überrascht und beeindruckt hat. Ich stimme ihr zu, mehr denn je: Wir schaffen das.»

Die Schauspielerin Christiane Paul findet Merkel «sehr reell». «Sie flüchtet sich nicht in irgendwelche Phrasen, sondern steht für das, was sie entschieden hat.» An Martin Schulz sei toll, dass er «gegen die Ermüdung durch Angela Merkel angetreten ist» und den schlechten Umfragen trotze. Mit Blick auf die Zukunft sagt Paul: «Wir haben ein zum Teil stark auseinanderdriftendes Europa, die Finanzkrise in Südeuropa, den Brexit, rechtskonservative Regierungen in Polen und Ungarn und die Flüchtlingskrise.» Es sei wichtig, Europa zu stärken «und allen rechtspopulistischen Strömungen etwas entgegenzusetzen».

Der Schauspieler, Kabarettist und Theaterleiter Dieter Hallervorden sagt: «Ich gehe zur Wahl, weil ich möchte, dass die FDP wieder in den Bundestag einzieht.» Aus dem Wahlrecht leite er für sich auch eine Pflicht ab, dieses Recht wahrzunehmen.

Die Sängerin Nina Hagen ist diesmal nach eigenen Worten «im Team Sahra Wagenknecht», wie sie vor ein paar Tagen der Schweizer Zeitung «Schaffhauser Nachrichten» verriet. «Die Idee der Linken ist doch einfach, dass für die Menschen gesorgt ist. Deswegen wähle ich links. Das sind für mich die Einzigen, die sich um diejenigen kümmern, deren Menschenwürde mit Füssen getreten wird.»

Der Filmstar Til Schweiger sagte kürzlich der «Rheinischen Post»: «Ich habe mal CDU, mal SPD und einmal die Grünen gewählt. Die Partei, in der ich mich total wiederfinde, gibt es nicht.» Vielleicht wähle er diesmal FDP. Ihm gefalle unter anderem die Haltung des Parteichefs Christian Lindner zu den deutsch-russischen Beziehungen und der sogenannten Krim-Frage. Lindner war eigentlich von vielen kritisiert worden, weil er gefordert hatte, die russische Annexion der ukrainischen Krim als «dauerhaftes Provisorium» zu akzeptieren.

Und was meint - von außen betrachtend - der ukrainische Politiker, Kiewer Bürgermeister und frühere Boxweltmeister Vitali Klitschko zum deutschen Wahlkampf? Über Merkel und Schulz sagt er: «Ich habe zu beiden ein ziemlich gutes persönliches Verhältnis.» Das Wichtigste für ihn sei Stabilität in Europa und das Verhältnis zur Ukraine. Er hoffe, dass sich mit der Wahl die deutsche Politik nicht dramatisch ändere. Und aus Boxersicht: Wie wichtig ist der Endspurt im Kampf? «Man muss punkten und am Ende sieht man, wer ist der Beste.»

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