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Crazy Glamrock-Night: Kiss auf Deutschlandtour

(2010-05-26 12:42:28)

Tonight is not a Rock`n-Roll-Night. No, No. Tonight is a crazy, crazy night!» Paul Stanley (58), Sänger der Hardrock-Ikonen Kiss, versprach nicht zu viel.

Von Sophia-Caroline Kosel, dpa


Kiss
So kennen und lieben ihn seine Fans: Gene Simmons von Kiss. Foto:

Mit jeder Menge Pyrotechnik, effektvollen Hebebühnen-Einsätzen und pausenlosem Publikumskontakt hat das wie immer schrill kostümierte und schwarz-weiß geschminkte Quartett am Dienstagabend mehr als 10 000 Fans in der Arena Leipzig in den Bann gezogen. Vom blonden Girlie bis zum Senior mit Bierbauch: Zwei Stunden lang bejubelten und beklatschten die Kiss-Liebhaber ihre Idole («I Was Made For Lovin` You») beim ersten Konzert der Mini-Deutschlandtour.

Dass die Musiker der 1973 in New York gegründeten Glamrock-Gruppe in die Jahre gekommen sind, war nicht zu merken. Bassist Gene Simmons (60) lief wie in guten alten Zeiten auf Riesen-Plateausohlen unentwegt mit großen Schritten auf und ab, streckte den Fans regelmäßig die Zunge raus und schwebte schließlich mit seinem Fledermauskostüm hoch über der Bühne, während ihm Kunstblut aus dem Mund floss. Der schlanke Stanley (58) hüpfte und sprang auf und ab, begeisterte mit sexy Posen und animierte die Fans - von der Band als «Kiss-Army» bezeichnet - unentwegt mit Aufforderungen wie «Yeah!!! I can`t hear you!» oder «Animals, let me see your hand!»

Auf ihrer «Sonic Boom»-Tour präsentieren die ruhelosen Rocker die Songs ihres aktuellen gleichnamigen Albums - es ist das 19. Studioalbum - ebenso wie Hits aus mehr als 35 Jahren. Mehr als 85 Millionen Platten hat Kiss nach eigenen Angaben bislang weltweit verkauft. Bei ihren Bühnenauftritten setzen die Musiker seit jeher auf Entertainment. Diesmal sprühten Funken aus einer Gitarre, kamen ein brennendes Schwert und eine Gitarre in Fleischerbeil-Form zum Einsatz; außerdem ohrenbetäubend knallendes Feuerwerk, Feuer-Fontänen auf der Bühne und ein über dem Publikum schwebender Paul Stanley.

Weitere Konzerte: 26.5. Berlin, 31.5. Hamburg, 1.6. Oberhausen

 

 
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