Anzeige

Aufmacher

Tierquälerei bei Perler Bauer: Tierschützer protestieren bei Umweltministerin, weil er seine Kühe wiederbekam

(2010-03-15 19:42:43)

Brief des Tierschutzbund an Umweltministerin...




Foto: dpa
Saarbrücken. Der saarländische Tierschutzbund hat in einem Brief an Umweltministerin Simone Peter und an Staatssekretär Klaus Borger gegen die Rückgabe der Kühe an einen Bauern auf dem Saargau protestiert.

Der Landesvorsitzende des Tierschutzbundes Werner Kirsch vertritt in dem Schreiben die Auffassung, dass der 68-jährige Bauer seit 1993 unter Beweis gestellt habe, dass er mit Tieren nicht angemessen umgehen könne. Damit schließt sich der Tierschutzbund der Rechtsauffassung des Präsidenten am saarländischen Verwaltungsgericht, Ulrich André, an. Der hatte in einem Prozess Ende Februar auf die Tierschinderei im Stall des Landwirts hingewiesen.


Kirsch schreibt: „Wir fordern die Wegnahme der zurückgegebenen Tiere, die Ablehnung, irgendein Tier zurückzugeben, und ein Tierhaltungsverbot gegen diesen Landwirt.“ Nach allem, was bisher bekannt geworden sei, habe sich der 68-Jährige, „eindeutig als zur Tierhaltung ungeeignet erwiesen mit der Konsequenz, dass ihm jegliche Tierhaltung untersagt werden müsste“.


Entsprechend habe man auch die Nachricht, dass die „erbärmlich gehaltenen Tiere beschlagnahmt wurden“, mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Und man habe geglaubt, dass das Staatsziel „Tierschutz“ tatsächlich so ernst genommen werde, wie es vom Umweltministerium am 26. Februar angekündigt worden war. Aber dies sei offenbar nicht der Fall. „Der Bericht der SZ über die Rückgabe der beschlagnahmten Tiere erfüllt uns mit fassungslosem Entsetzen“, so Kirsch. gf 



Mehr zum Thema:

 

 
:: Diesen Artikel kommentieren





Kommentare

ZULETZT KOMMENTIERT



AUCH INTERESSANT

  • Gericht Prozess Saarbrücker bricht bei Mutter ein, muss in Psychiatrie

    Das Saarbrücker Landgericht hat einen psychisch kranken Bauschlosser zur Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie verurteilt. Der Saarbrücker war mehrmals in die Wohnung seiner Mutter eingebrochen. Diese hatte ihn daraufhin angezeigt.
  • Gericht Prozess Bewährungsstrafen wegen Schlägerei nach Prozess verhängt

    Vor dem Landgericht Saarbrücken kam es 2008 zu einer Massenschlägerei zwischen verfeindeten kurdischen Familien. Die mutmaßlichen Täter wurden jetzt zu Bewährungsstrafen zwischen vier Monaten und anderthalb Jahren verurteilt.
  • Handelten zwei Zweibrücker Männer mit Drogen?

    In einem Prozess vor dem Zweibrücker Landgericht wird seit gestern (14.05.2012) zwei Angeklagten vorgeworfen, vom 27. Oktober bis 19. November vergangenen Jahres in Zweibrücken mit Drogen gehandelt zu haben.
  • Gericht Prozess Angeklagter Therapeut lässt Richter warten

    Spielt der Angeklagte mit dem Gericht Katz und Maus? Diesen Eindruck konnte man vorige Woche vor dem Landgericht gewinnen. Der Angeklagte blieb dem Gericht fern – ohne ausreichende Entschuldigung.
Anzeige

Tagesausgabe als PDF ePaper-Abo Abonnement Druckausgabe Infos zur SZ-App für das iPad SZ-Aboinfo
Terminsuche
SOL.DE auf facebook




Anzeige

Info Linktipps
Anzeige

TOP-5-ARTIKEL


Partnerangebote: