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Erste Bergleute verlassen das Saarland
(2010-02-25 21:26:24)
Zunächst ziehen 80 Bergleute an die Ruhr um
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia
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Saarbrücken. Eine neue Phase bis zum Ende des Saar-Bergbaus beginnt. 80 Bergleute, die Stärke einer kompletten Vortriebskolonne, werden im April nach Ibbenbüren verlegt. Im Oktober folgen weitere 80 Mann und zwölf Beschäftigte , die über Tage tätig sind. Dies betonten gestern RAG-Chef Bernd Tönjes und der Leiter des Bergwerks Saar, Friedrich Breinig, nach einem Termin beim Wirtschafts-Ausschuss des saarländischen Landtages.
Bis 2012 müssen noch 1700 Saar-Bergleute verlegt werden. Gleichzeitig beginnen noch 2010 Gespräche mit dem Land und den Kommunen über die künftige Nutzung des Geländes des Bergwerks Saar. Nach Ansicht von Tönjes „läuft das erarbeitete Auslaufkonzept seit zwei Jahren sehr erfolgreich“.
Tönjes: Alles im Plan
Es werde alles getan, den Zeitplan einzuhalten. Zum Zeitpunkt Ende 2009 habe man bereits die Belegschaft der RAG Deutsche Steinkohle auf 3971 Beschäftigte reduziert. Insgesamt komme man auf 4166 Mitarbeiter, wenn man die RAG Immobilien und RAG Bildung hinzurechnet. Auch mit der Kohle-Förderung unter Tage liege man im Plan. Demnach ist auch die komplette Verlagerung der Fördertätigkeit ins Abbaufeld Dilsburg Ost vollzogen.
Künftig werde noch mit drei Abbau-Höhen gearbeitet. Die erste werde seit Dezember 2009 bearbeitet, die zweite folge im August 2010. Innerhalb des ersten Quartals 2011 sei man dann in der dritten Abbau-Höhe angekommen. „Die dritte Abbau-Höhe ist für uns von besonders hoher Wichtigkeit, damit wir den festgelegten Auslauftermin des Saar-Bergbaus auch erreichen.“ Tönjes geht davon aus, dass das Oberbergamt die notwendige Einwilligung geben wird.
Was wird aus dem Bergwerks-Gelände?
Parallel zur weiteren Kohle-Förderung laufen auch die Rückzugarbeiten. Voraussichtlich Mitte 2013 könne man mit der Vermarktung der Fläche des Bergwerks Saar beginnen. Auch werden weiter Aufträge an Saar-Zulieferer vergeben. Im Zeitraum 2009 bis 2012 sinke das Volumen von 60 Millionen auf 20 Millionen Euro. Sollte es an der Ruhr auch längerfristigen Bergbau geben, werde man im Rahmen von Rest-Kapazitäten auch Saar-Zulieferer berücksichtigen. Zudem unterstütze man sie bei der Suche nach neuen Märkten.
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