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FCS: 2:2 bei Werder Bremen II
(2012-04-17 04:31:20)
Der 1. FC Saarbrücken zeigt weiter zwei Gesichter. Beim 2:2 gestern bei Schlusslicht Werder Bremen II lag der Fußball-Drittligist nach 18 Minuten schon mit 0:2 hinten. Nach der Pause gelang bei besten Chancen zwar noch der Ausgleich, nicht aber der Siegtreffer.
Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier
Bremen. Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken kam auch im dritten Spiel dieses Jahres nicht über ein Unentschieden hinaus. Beim SV Werder Bremen II reichte es gestern nach 0:2-Rückstand wie schon gegen den SV Babelsberg in der Vorwoche nur noch für ein 2:2. Trainer Jürgen Luginger ging mit seiner Mannschaft – zumindest was die Leistung im ersten Durchgang anging – hart ins Gericht: „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei einigen unserer Spieler Welten.“
Der FCS hatte zwar die ersten Möglichkeiten, Werder ging aber in Führung. Nach einem Eckball blockte Marc Lerandy – er spielte in der Innenverteidigung mit Neuzugang John Adam Straith – einen Schuss von Denni Avdic. Der Ball kam zu Felix Kroos, der Enver Marina aus 16 Metern keine Abwehrchance ließ (12. Minute). Sechs Minuten später klingelte es erneut. Giuseppe Pisano hatte den Ball zuvor im Strafraum mit der Hand gespielt. „Ich wurde gestoßen“, reklamierte der Stürmer, doch Schiedsrichter René Rohde aus Rostock zeigte auf den Punkt. Kroos verwandelte den Elfmeter, das 2:0. Erinnerungen an das Spiel der Vorsaison kamen hoch. Auch da hatte der FCS bereits früh mit 0:2 zurückgelegen und am Ende auch mit diesem Resultat verloren.
„Die Pausenansprache war kurz und knackig“, sagte Straith, der ein ordentliches Debüt bot. Und die Kabinenpredigt zeigte Wirkung. Die Außenverteidiger Manuel Stiefler (für Martin Forkel) und Christian Eggert (für Kai Gehring) sorgten für Betrieb. Bei Minusgraden kam der FCS endlich auf Betriebstemperatur und wurde nach 62 Minuten belohnt. Eggerts Freistoß wurde von der Mauer unhaltbar für Werder-Torwart Bernd Düker abgelenkt.
Das 1:2 mobilisierte zusätzliche Kräfte. „Ich hatte mir vorgenommen, Akzente zu setzen und voranzugehen“, sagte Eggert. Im Minutentakt gab es Chancen, für den Ausgleich brauchte der FCS aber wieder den Schiedsrichter. Der sah ein Handspiel von Avdic. Kapitän Stephan Sieger übernahm die Verantwortung und schaffte mit seinem dritten Strafstoßtreffer im zweiten Spiel den 2:2-Endstand. Das Unentschieden hilft beiden Teams allerdings wenig. Der FCS bewies in Bremen mal wieder, was Sieger nach der Partie feststellte: „Wir haben einfach zwei Gesichter.“
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