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Busse nach Luxemburg immer gefragter

(2010-02-28 19:14:00)

. Verbindungen ab Saarbrücken und Nordsaarland

Von SZ-Mitarbeiterin Silvia Buss

SaarLux Bus
Foto: rup / SZ
Gut eine Stunde braucht der Expressbus von Saarbrücken nach Luxemburg. Bei Pendlern sehr gefragt, fahren die Busse inzwischen 13 Mal an jedem Werktag. Auch Saarpfalzbus bietet Luxemburg-Routen an.

Saarbrücken/Luxemburg. 75 Minuten braucht der Expressbus vom Saarbrücker Hauptbahnhof zur „Luxembourg Gare“. So schnell schafft man’s mit dem Auto kaum, zumal die Busse auch in Stoßzeiten pünktlich sind. Pendelte der Bus des Unternehmens Emile Weber im Auftrag der Luxemburger Eisenbahngesellschaft CFL früher täglich jeweils nur fünfmal hin und her, so gibt es heute an Werktagen je 13 Verbindungen in beide Richtungen, samstags neun und sonntags noch vier.

Ursprünglich hatte die CFL den Expressbus vornehmlich als Zubringer für ihre Bahnkunden zum deutschen Fernverkehrsnetz eingerichtet. Mit der Erhöhung der täglichen Frequenz seit einiger Zeit wolle man nun verstärkt Berufspendler zum Umstieg vom Auto auf den Bus bewegen, erklärt Georges Alberty, Direktor von CFL Evasion und Miturheber des „Saarbrücken-Express“.

Luxemburg subventioniert die Busverbindung nach Saarbrücken
Bestellt hat die zusätzlichen Verbindungen die Luxemburger Regierung, die sie auch subventioniert. In Saarbrücken halten die Busse wie bisher nur vor dem Hauptbahnhof, in Luxemburg aber fahren sie über die Gare hinaus bis hinauf ins Banken- und Behördenviertel Kirchberg. Mit ihren Haltestellen an der Einkaufszone, dem Grand Théâtre, der Philharmonie und dem Mudam, ist die Route auch für Tagestouristen interessant. Auch wenn der letzte Bus am Abend Luxemburg leider schon gegen 19 Uhr verlässt – zu früh für Konzert- und Theaterbesucher.

Seit der Einführung der zusätzlichen Verbindung sei die Anzahl der Busnutzer deutlich gestiegen, sagt Alberty. Präzise Auslastungszahlen habe er allerdings nicht. Dafür weiß Dirk Loris von Saarpfalzbus GmbH ziemlich genau, wie viele Saarbrücker ein Monatsabo für den Expressbus erwerben. Denn Saarpfalzbus übernimmt für die CFL in Saarbrücken den Ticketverkauf. „Im September 2009 waren es 84“, sagt Loris. Bei 250 Saarbrückern, die in Luxemburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, wäre also noch was drin für die CFL, die sich mit Werbung ziemlich zurückhält.

Auch vom Nordsaarland aus fahren Busse nach Luxemburg

Auch die saarländische Saarpfalzbus GmbH bemüht sich um die Luxemburg-Pendler. Und fährt damit sehr viel besser, als ursprünglich gedacht. „1995 setzten wir die erste Linie ab Saarlouis, Dillingen, Merzig ein – mit rasant steigenden Fahrgastzahlen“, erinnert sich Loris. „Angefangen haben wir mit fünf Fahrten, jetzt fahren wir im Stundentakt, morgens sogar viertelstündlich“.

Inzwischen bedient eine zweite SaarLuxbus-Linie ausgehend von Losheim über Orscholz die Route, die dann weiter über Nennig, Remich und das Kirchberg-Plateau in die Luxemburger City führt. Von Perl aus startet eine dritte Zubringerlinie nach Nennig. 210 Jahreskarten, 300 Monatskarten und pro Monat rund 450 Tageskarten verkauft Saarpfalzbus in seinem Luxemburg-Verkehr.

„Der größte Teil der regelmäßigen Fahrgäste sind Bank- und Versicherungsangestellte, vereinzelt sind auch Angestellte von Tankstellen und Museumsmitarbeiter dabei“, erklärt Loris. Saarpfalzbus unterhält ein Internet-Diskussionsforum für seine SaarLuxBus-Kunden und macht auch regelmäßig Umfragen.

Auf einen Blick
Die Tageskarte für den Expressbus Saarbrücken-Luxemburg kostet 14 Euro, Kinder bis 11 Jahre zahlen die Hälfte. Nur am DB-Schalter gibt es einen Nachlass für Bahncard-Inhaber. Das Monatsabo kostet 120 Euro. Die Tageskarte des SaarLuxBus kostet maximal 8,70 Euro, darüber hinaus gibt es weitere Karten. sbu







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