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Gefährliche Gifte: Saar-Fische werden erneut auf Schadstoffe untersucht

(2010-07-30 08:47:38)

Ergebnisse in fünf Wochen erwartet




Das Umweltministerium hat neue Untersuchungen an Saarfischen angeordnet. Gestern wurden Proben gezogen. Damit will man der Belastung mit gefährlichen Umweltgiften wie PCB und Dioxin auf die Spur kommen. Foto: dpa
Saarbrücken. Gestern hat das saarländische Umweltministerium damit begonnen, neue Fischproben aus der Saar zu ziehen. Damit will die Umweltbehörde die Belastung der Saar mit den hochchlorierten Umweltgiften Dioxin und PCB, einem Isoliermittel, präzise abklären.

Wegen der deutlich über den Grenzwerten liegenden Belastung mit Dioxin und PCB war am Dienstag, wie bereits berichtet, eine Warnung vor dem Verzehr von Saarfischen ausgesprochen worden. Wie der persönliche Referent von Umweltministerin Simone Peter, Christoph Küntzer, gestern erläuterte, sollten an sechs Stellen Fischproben gezogen werden, und zwar im Raum Mettlach/Saarhölzbach, in Rehlingen, in Dillingen in der Höhe von Pachten, an der Saarbrücke in Bous, oberhalb der Staustufe von Saarbrücken-Burbach sowie im Raum Güdingen/Auersmacher, wobei bisher in Fischen oberhalb von Saarbrücken keine PCB-Belastung festgestellt worden war. Es sollten unterschiedliche Fischarten, auch Fische unterschiedlichen Alters für die Proben herausgezogen werden, um auch über den möglichen Zeitpunkt des PCB-Eintrags in die Saar Aufschlüsse zu gewinnen.  Wie Küntzer weiter erläuterte, sei wegen der jüngst festgestellten Belastung auch die für August vorgesehene Umsetzung von Fischen aus der Saar in die Weiheranlagen einzelner Fischereivereine abgesagt worden. Zunächst wolle man die Ergebnisse der Analysen aus den gestern gezogenen Fischproben abwarten, mit denen Ende August oder Anfang September zu rechnen sei.


 

 
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