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Rheinland-Pfalz: Ministerin fordert Cattenom-Abschaltung

(2012-02-07 15:05:39)

Nach dem Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze dringt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) auf eine Abschaltung.




Nach dem Bekanntwerden eines Störfalls in Cattenom häufen sich kritische Stimmen, die eine Abschaltung des Kernkraftwerkes fordern. Foto: archiv

Mainz. "Dieses Atomkraftwerk weist erhebliche Mängel auf und stellt ein Sicherheitsrisiko dar", teilte Lemke am Dienstag in Mainz mit. "Wie der dortige Umgang mit einem offensichtlichen Konstruktionsfehler zeigt, scheint man mögliche Gefahren zu ignorieren." Mit dem Störfall habe das Risiko eines begrenzten Ausfalls der Sicherheitsvorkehrungen bestanden. Die SPD-Umweltpolitikerin im Saar-Landtag, Anke Rehlinger, sprach von einem Hochsicherheitsrisiko, das vom Netz genommen werden müsse.

Die französische Atomaufsicht hatte einen Zwischenfall vom Januar erst am Montag (06.02.2012) als Störfall ausgewiesen. Lemke kritisierte, dass die ASN zuvor nur von Störung gesprochen habe. Auf der sogenannten Ines-Skala wird eine Störung auf Stufe 1, ein Störfall auf Stufe 2 eingestuft. Der Betreiber hatte laut Ministerium am 18. Januar gemeldet, dass ein bestimmtes Teil fehlt, das einen Rückfluss in den Kühlleitungen des Lagerbeckens der Brennelemente der Blöcke 2 und 3 verhindert. Dadurch habe die Gefahr bestanden, dass das Lagerbecken ungewollt hätte leer werden können. Der Fehler soll inzwischen behoben sein. Seit Bestehen der Atomanlage in Lothringen gab es laut Saar-Umweltministerium rund 750 sicherheitsrelevante Ereignisse. dpa/lrs



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