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FCK tritt gegen Meister an

(2012-05-10 13:18:59)

Rein rechnerisch hat der 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (15.30 Uhr) in Dortmund keine Chance. Aber die will er nutzen. Unterdessen gab der Verein die Ausleihe von Leverkusens Nicolai Jörgensen bekannt.

Von SZ-Mitarbeiter Janek Böffel


Der 1. FCK scheint bei der Suche nach einem neuen Stürmer fündig geworden zu sein. Am Sonntag spielt der Verein. Foto: fck
Kaiserslautern. Es könnte eines der Spiele sein, die dem Fußball- Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern liegen. Der deutsche Meister, Über-Mannschaft der vergangenen Saison, frisch in der Champions League gescheitert – gegen Borussia Dortmund gibt es so gut wie nichts zu verlieren für den FCK. In Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr) erwartet niemand etwas. „Wir können mutig und ohne Erwartungsdruck auftreten, bis auf unseren eigenen Erwartungsdruck“, sagt Trainer Marco Kurz. Eine Niederlage wäre das zu erwartende Ergebnis und genau dort will der FCK ansetzen. „Die Mannschaft kann entspannt hinfahren. Aber es ist etwas möglich. Es ist in jeder Partie etwas möglich“, sagt Kurz. Schließlich hatte der FCK schon beim 1:1 beim Hamburger SV, beim 1:1 bei der TSG Hoffenheim – vor allem aber beim starken 2:1 beim FC Schalke 04 mit die besten Spiele gezeigt, alle ebenfalls auswärts, alle als Außenseiter.

„Da kann man schon optimistisch ins Spiel gehen, auch gegen Dortmund“, sagt Mittelfeldspieler Olcay Sahan. Und trotz der sieglosen Serie und dem Abrutschen auf Platz 16 sei die Stimmung „noch gut“, wie Sahan betont. Dennoch bereitet gerade die schwache Offensive mit gerade einmal elf Toren aus 15 Spielen Grund zur Sorge. Zumal die Abschlussschwäche nicht nur einige Punkte gekostet hat, sondern auch zu den Dingen gehört, die schwer zu trainieren sind. „Das sind Automatismen, ob ich die nun im Kollektiv oder individuell trainiere – letztendlich muss ich denen nicht erklären, dass sie aufs Tor schießen müssen. Wir wissen, dass wir zu wenig Ertrag haben, bei den vielen Chancen, die wir haben“, sagt Kurz. Es ist immer noch die Suche nach der entscheidenden Durchschlagskraft in der Offensive, die Spiele wie das 1:1 gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende zu Ungunsten entscheidet.

Die Mannschaft war wieder überlegen, aber es fehlten die Tore, wie schon so oft. Immerhin hat sich schon jetzt die erste Personalie der Rückrunde entschieden. Der FCK hat Nicolai Jörgensen von Bayer Leverkusen ausgeliehen. Der 20-jährige Däne kommt für eineinhalb Jahre ohne Kaufoption. Kurz erhofft sich einen „Qualitätssprung“ von dem Jörgensen, der sowohl auf den Außen, als auch im Sturm-Zentrum eingesetzt werden kann: „Er ist ein junger Mann, der zwei Ziele hat: in der Bundesliga Fuß zu fassen und zur Europameisterschaft zu fahren. Und er ist der Meinung, dass es für ihn der richtige Schritt ist.“ In Dortmund kann Jörgensen allerdings noch nicht aushelfen. Und so ist es an der bisherigen Mannschaft, dort etwas zu holen, wo die Trauben eigentlich viel zu hoch hängen. Aber das liegt dem FCK ja anscheinend in dieser Saison.

 

 
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