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Dreist: Saarbrücker Hipo stellt Knöllchen schon vor Ablauf der Parkzeit aus!

(2010-08-25 17:45:57)

Saarbrücker wehrt sich - mit Erfolg




144 859-mal haben städtische Hilfspolizisten voriges Jahr Knöllchen in Saarbrücken verteilt. So mancher Autofahrer fühlte sich auch noch grundlos zur Kasse gebeten. Einer hat sich jetzt gewehrt. Mit Erfolg. Foto: dpa
Saarbrücken.
Sie hatten sich beeilt, um rechtzeitig zurück zu sein. Sechs Minuten vor Ablauf der Parkzeit erreichten Edgar Meyer und seine Frau ihren Wagen vor der LVA in der Martin-Luther-Straße. Bis dahin war der 12. August ein gewöhnlicher Donnerstag für die beiden Saarbrücker. Sekunden später nicht mehr. Da waren die Meyers wütend, fassungslos, empört. Auslöser: ein Strafzettel über ein Verwarnungsgeld von fünf Euro. Nicht die Summe machte das Ehepaar wütend. Nein, es war die schwarz auf weiß dokumentierte Tatsache, dass von Falschparken keine Rede sein konnte. Ausgestellt war der Zettel um 14.34 Uhr 43 Sekunden, also 29 Minuten und 17 Sekunden vor Ablauf der Parkzeit. Bezahlt hatte Meyer bis 15.04 Uhr.

"Autofahrer sollten gegen jegliche Willkür und Abzockerei vorgehen"

Edgar Meyers erste Gedanken? „Das hat Folgen. So geht’s nicht.“ Schon zehn Minuten später stand er im Ordnungsamt und protestierte. „Nach Sichtung des Beweismaterials hat man mir eine Prüfung des Sachverhaltes versprochen.“ Das Ergebnis dieser Prüfung hat Meyer schwarz auf weiß, einen Brief aus dem Ordnungsamt: „Sehr geehrter Herr Meyer, nach Überprüfung ist vorgenannte Verwarnung von der städtischen Verkehrskontrolle versehentlich ausgestellt worden. Ich entschuldige mich für eventuelle Unannehmlichkeiten. Das Verfahren ist gemäß Paragraf 46 Ordnungswidrigkeitengesetz eingestellt worden. Mit freundlichen Grüßen…“ Meyers Empörung ist inzwischen abgeklungen. Ein ungutes Gefühl lässt ihn aber nicht los. „Es kam doch nur zu diesem Entschuldigungsbrief, weil ich mich gewehrt habe. Autofahrer sollten gegen jegliche Willkür und Abzockerei vorgehen.“


 

 
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