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Dino-Park Gondwana: Saar- Regierung unter Druck
(2012-05-16 10:49:09)
Beanstandet wird vor allem die vom Land ausgesprochene Mietgarantie für den Dresdener Gondwana-Investor Michael Kuhl. Für das sanierte Waschkauengebäude, das er an Landesbehörden vermietet hat, soll er in einem Zeitraum von 25 Jahren über 30 Millionen Euro erhalten. Darüber hinaus sind einige Millionen an Tourismus-Geldern in das Vorhaben gesteckt worden. Der Investor erwartet jährlich bis zu 250 000 Besucher.
Einzelheiten zu den Beanstandungen waren gestern vom Landesrechnungshof mit Hinweis auf ein "laufendes Prüfverfahren" nicht zu erhalten. Auch das Wirtschaftsministerium wollte sich zu Details nicht äußern. Der Sprecher von Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU), Christian Gläser, sagte der SZ, die Mitteilung des Rechnungshofes werde in der gesetzlichen Frist bis Ende Juni sorgfältig geprüft und in Abstimmung mit anderen beteiligten Ministerien beantwortet.
SPD-Landeschef Heiko Maas erklärte, jetzt sei man gespannt auf die Antwort der Landesregierung. In Sachen Dino-Park sei in "unverantwortlicher Art und Weise mit Geld umgegangen worden". Der SPD-Politiker sprach mit Blick auf andere Unternehmen von einem "eklatanten Verstoß" der Landesregierung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. FDP-Parteichef Christoph Hartmann nannte Gondwana mit einem ironischen Seitenhieb auf das finanzielle Landes-Engagement eine krisensichere, "geniale Geschäftsidee". "Der Steinkohlebergbau ist im Vergleich dazu eine günstige Veranstaltung." Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, Claudia Willger-Lambert, monierte, die Landesregierung sei beim Gondwana-Park stets beratungsresistent gewesen. Die Verantwortlichen müssten aufpassen, dass aus dem Gondwana- kein Nirwana-Park werde.
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