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Neuer Fall von verwahrlosten Kühen

(2010-03-15 19:43:03)

Dieses Mal abgemagerte Rinder im Kreis Neunkirchen...




Abgemagerte Rinder stehen auf einer Weide, die auch als Schrottplatz dient. Foto: dpa
Saarbrücken. Mit einem neuen Fall von Tierschinderei setzt sich im Moment das saarländische Umweltministerium auseinander. Und zwar geht es um einen Bauernhof im Kreis Neunkirchen, dessen Kühe offenbar stark unterernährt sind. Ferner hatten sich Anwohner beklagt, dass die 25-köpfige Rinderherde auch bei klirrender Kälte auf der Weide stehe. Öfter würden auch verendete Tiere abtransportiert.

Defekte und überalterte Landmaschinen stehen auf dem Gelände herum und hinterlassen einen Eindruck von Verwahrlosung. Zu allem Elend ist auch noch der Unterstand der Kühe durch Xynthia stark ramponiert worden, so dass er zum Teil einzustürzen droht. Ein Sprecher des Umweltministeriums bestätigte unserer Zeitung, dass man Hinweise auf üble Zustände auf diesem Bauernhof ernst nehme: „Missstände in der Rinderhaltung sind bekannt. Es liegen Protokolle aus den Monaten Januar und Februar vor, die belegen, dass Untersuchungen angeordnet wurden.“ Auf Grund dieser Nachrichten ließ der Bürgermeister der betreffenden Gemeinde gestern klären, „ob Gefahr für Tier und Umwelt von dem Gelände ausgeht“. Die gestrige Kontrolle, an der neben kommunalen Bediensteten auch noch Veterinäre und Polizei teilnahmen, hatte nach Darstellung des Umweltministerium folgendes Ergebnis: Von den angetroffenen 25 Rindern waren fünf gut ernährt, bei den übrigen wurden Mangelerscheinungen festgestellt. Deshalb, so der Sprecher des Umweltministeriums, sei dem Landwirt auferlegt worden, die Tiere anständig zu füttern, den Unterstand zu reparieren beziehungsweise abzusperren, soweit er einsturzgefährdet sei, sowie das Gerümpel vom Gelände wegzuräumen. Die Einhaltung dieser Vorgaben werde kontrolliert.

Von dem Bauernhof auf dem Saargau, dessen Kühe Ende Februar beschlagnahmt und letzte Woche zum Teil zurückgegeben worden waren, gebe es keine neuen Nachrichten, so das Ministerium. Eine Begehung der Örtlichkeit am Freitag hatte zum Ergebnis: Nichts zu vermelden.
gf




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