Anzeige

Aufmacher

Saarbrücker Landgericht verurteilt brutales Räuber-Duo

(2009-01-30 11:04:07)

Saarbrücken. Für schweren Raub und Körperverletzung hat ein Mann (23, links) vom Landgericht gestern die Quittung bekommen.




Diese beiden Männer haben im Juni vergangenen Jahres in Saarbrücken einen Passanten zusammengeschlagen. Foto: SOL
Es verurteilte ihn zu fünf Jahren und zehn Monaten Knast.

Und das hatte sich am 20. September 2008 zugetragen: Kurz vor 19 Uhr fuhr der Verurteilte zum Lidl in der Saarbrücker Halbergstraße, um Wodka, Sandwiches und Zigaretten zu kaufen. Doch bezahlen wollte er nicht. Als sich ihm zwei Mitarbeiterinnen in den Weg stellten, zückte er ein Messer.

Das nächste Ziel auf seiner Raubtour war eine Imbissbude am St. Johanner Markt. Mit einer Schusswaffe in der Hand forderte er Geld und etwas zu essen. Er erbeutete 140 Euro und eine Wurst.

Weiter ging er zur Aral-Tankstelle in der Mainzer Straße. Auch dort bedrohte er die Kassiererin mit einer Pistole, forderte Geld. Die Beute: etwa 400 Euro. Dann hielt er einem Spaziergänger das Messer vors Gesicht. Doch dieser wehrte sich - mit Erfolg.

Während der Verhandlung kam ans Licht, dass er zusammen mit einem Mitangeklagten (21, rechts im Bild) einen Passanten im Juni an der Haltestelle Hellwigstraße zusammengeschlagen hatte, weil er ihnen keine Zigarette geben wollte.

Der Richter machte dem Verurteilten deutlich, dass er mit großen Schritten auf die Sicherungsverwahrung hinsteuere. Sein Komplize bekam trotz Vorstrafen zehn Monate auf Bewährung. Das Gericht berücksichtigte, dass er dabei ist, seinen Hauptschulabschluss nachzuholen. Der Vorsitzende: "Sie haben einen guten Tag erwischt. Diese Chance bekommen Sie nicht noch einmal."

 

 
:: Diesen Artikel kommentieren





Kommentare

ZULETZT KOMMENTIERT



AUCH INTERESSANT

  • Saarbrücken: Mehr Einbrüche, weniger Raub-Delikte

    Räuber, die für ein paar Jahre hinter Gitter mussten, sorgten für einen der Lichtblicke in der jüngsten Saarbrücker Kriminalstatistik. Dagegen haben die seit Jahren hohen Einbruchszahlen einmal mehr zugelegt.
  • Ex-Linke von Lafontaine und Linsler gemobbt?

    Die Linke im Saarland kommt nicht zur Ruhe. In vielen Ortsverbänden geht es drunter und drüber, viele Fraktionen sind zerbrochen. Jetzt melden sich frühere Funktionäre zu Wort.
  • Strafbefehl: Schreier zahlt 24.000 Euro

    Ex-Minister Jürgen Schreier will einen Strafbefehl über 24 000 Euro, den eine Richterin gegen ihn erlassen hat, akzeptieren. Verhandlungen über die vorzeitige Auflösung seines Vertrages als Saartoto-Chef laufen noch.
  • Gericht Prozess Saarbrücker bricht bei Mutter ein, muss in Psychiatrie

    Das Saarbrücker Landgericht hat einen psychisch kranken Bauschlosser zur Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie verurteilt. Der Saarbrücker war mehrmals in die Wohnung seiner Mutter eingebrochen. Diese hatte ihn daraufhin angezeigt.
Anzeige

Tagesausgabe als PDF ePaper-Abo Abonnement Druckausgabe Infos zur SZ-App für das iPad SZ-Aboinfo
Terminsuche
SOL.DE auf facebook




Anzeige

Info Linktipps
Anzeige

TOP-5-ARTIKEL


Partnerangebote: