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Internet-Betrug: Saarländer muss drei Jahre in Haft

(2012-05-10 13:22:44)

Ein 31-Jähriger Saarländer verkaufte im Internet Waren, die er nicht liefern konnte. Vor Gericht sagte er: „Das Ganze tut mir leid“.




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Wegen Betrugs im Internet muss nun ein Saarländer für drei Jahre ins Gefängnis. Foto: dpa (Symbolfoto)
Saarbrücken. Weil er im Internet Waren für mehr als 30 000 Euro verkauft hat, die er nicht liefern konnte, muss ein 31 Jahre alter Saarländer ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den Angeklagten gestern wegen Betruges in elf Fällen zu insgesamt drei Jahren Haft ohne Bewährung. Zu Gunsten des Mannes wurde berücksichtigt, dass er einen Großteil des Schadens zwischenzeitlich wieder gutgemacht hat. Strafmildernd wirkte zudem das Geständnis des Mannes, der in seinem Schlusswort betonte: „Das Ganze tut mir leid.“

Der spielsüchtige 31-Jährige war 2010 nach rund vier Jahren Haft im Zuge einer Serie von 28 Betrugstaten aus dem Gefängnis entlassen worden. Er brauchte nun Geld zum Leben und für seine Spielsucht. Daraufhin habe er beschlossen, im Internethandel mit dem An- und Verkauf von Elektrogeräten sein Geld zu verdienen. Das erste große Geschäft hätte mit Mobiltelefonen laufen sollen. Er habe sie für etwa 20 000 Euro im Internet gekauft und einen Käufer gehabt, der für die 60 Geräte mehr als 30 000 Euro bezahlen wollte und bereitwillig rund 17 000 Euro anbezahlte. Aber dann habe sein Lieferant zwar sein Geld genommen – aber nicht geliefert.

Sein Geld war weg, Waren hatte er keine und sein Käufer forderte die Anzahlung zurück. „Wie in einem Schneeballsystem“, so sein Verteidiger, versuchte der 31-Jährige anschließend, zu Geld zu kommen. Er „verkaufte“ im großen Stil und in elf Fällen unter anderem 10 000 MP3-Player, zehn Netbooks, 50 Fernseher und 500 Speichersticks, die er allesamt nicht liefern konnte. Und mit den Anzahlungen versuchte er, die Löcher zu stopfen. Das Ganze lief rund vier Monate lang, dann platzte die Seifenblase. wi

 

 
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