Anzeige

Aufmacher

Schulreform soll schnell kommen

(2011-02-17 21:03:44)

Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) will bei der geplanten Schulreform keine gesetzlich festgelegte Klassengröße vereinbaren. Er geht davon aus, dass die Linksfraktion darauf verzichtet.

Von SZ-Redakteur Patrick Griesser


Schule
Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) will bei der geplanten Schulreform keine gesetzlich festgelegte Klassengröße vereinbaren. Er geht davon aus, dass die Linksfraktion darauf verzichtet. Foto: dpa
Saarbrücken.
Landschaften verändern sich in der Natur gemächlich. Kontinentalplatten schieben sich auf- und untereinander. Unmerklich. Erst wenn sich aufgestaute Spannung löst, kracht es. An der Saar geht durch und Schul- und politische Landschaft seit Mittwoch ein Ruck. Zwar entsteht dabei keine neue Welt, allerdings baut sich Spannung auf, seit die Linken in Fraktion und Vorstand beschlossen haben, die Schulreform von CDU, FDP und den Grünen mitzutragen.

Bis zur Sommerpause soll die Änderung der Verfassung unter Dach und Fach sein. Möglichst im Mai will Bildungsminister Klaus Kessler – der Motor der Reform – den Landtag endgültig darüber abstimmen lassen, dass die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium dort verankert werden. Die letzte Verhandlungsrunde zwischen den Fraktionen ist am 23. Februar. Eine Einigung nur Formsache? Womöglich nicht.
Für die Schullandschaft bedeutet es eine tiefgreifende Veränderung, wenn Gesamt- und Erweiterte Realschulen (ERS) zusammenwachsen und zur Gemeinschaftsschule werden. Nach den Vorstellungen der Regierung sichert die vor allem kleinere Standorte, die sonst angesichts zurückgehender Schülerzahlen bedroht wären. Die Gemeinschaftsschule soll eine Alternative zum achtjährigen Gymnasium sein und den Weg zur Hochschulreife in 13 Jahren durch eigene Oberstufen oder Kooperationen eröffnen, wie Bildungsminister Kessler mehrfach betont hatte.
Die „wohnortnahe Gemeinschaftsschule“ nannte das die Linke in ihrer Vorlage zur entscheidenden Sitzung am Mittwoch.



Mehr zum Thema:

 

 
:: Diesen Artikel kommentieren





Kommentare

ZULETZT KOMMENTIERT



AUCH INTERESSANT

  • Urteil Gericht Justiz "Nichts Wert": Merziger greift mit Thermoskanne an

    Wegen tätlicher Angriffe auf einen Mitarbeiter der AOK und eine städtische Angestellte stand jetzt ein 49-Jähriger vor Gericht. Er wurde zur Unterbringung in der Forensik auf Bewährung verurteilt.
  • Saarbrücker Finanz-Informatik vor dem Aus

    Ende 2013 macht das Sparkassen- Rechenzentrum, die Finanz Informatik, sechs ihrer neun Standorte dicht – darunter auch die Niederlassung Saarbrücken. Dies haben die Gesellschafter gestern entschieden.
  • Geld Saarland im Sparkurs - Berlin belohnt's mit Geld

    Das Saarland ist bei der Einhaltung der Schuldenbremse auf einem guten Weg. Das zeigt ein Bericht der Haushaltskontrolleure von Bund und Ländern. Sie gaben gestern Millionen-Hilfen frei.
  • Nach Skandal: Fitnessstudio-Filialleiter muss gehen

    Vor drei Wochen sorgte die Geschichte eines Rollstuhlfahrers für Furore, dem ein Fitnessstudio die Aufnahme verweigert hatte. Das Unternehmen hat aus dem Image-Desaster nun personelle Konsequenzen gezogen.
Anzeige

Tagesausgabe als PDF ePaper-Abo Abonnement Druckausgabe Infos zur SZ-App für das iPad SZ-Aboinfo
Terminsuche
SOL.DE auf facebook




Anzeige

Info Linktipps
Anzeige

TOP-5-ARTIKEL


Partnerangebote: