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Naturschützer für sauberen Strom

(2009-05-30 09:41:59)

Umweltexperten haben insgesamt 15 Vorträge auf der ersten saarländischen Klimakonferenz gehalten. Ziel: Das Thema stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Von SZ-Redaktionsmitglied Yvonne Schnell


Foto: Bernd Wüstneck (dpa-Zentralbild)
Saarbrücken. Die Saarländerin mit dem bulgarischen Namen Svetoslava Maslinkova hat gestern extra ihre Vorlesungen an der Uni Karlsruhe geschwänzt:  Die 22-jährige Studentin der Elektro- und Informationstechnik wollte unbedingt bei der ersten saarländischen Klimaschutzkonferenz mit dem Titel „Erneuerbare Energien als Chance für einen ökologischen um ökonomischen Strukturwandel“ im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss zu Gast sein. Denn das Saarland liege im Bereich der regenerativen Energien immer noch sehr weit zurück, sagte Maslinkova.

Das fanden auch die Veranstalter – der Bund für Umwelt und Naturschutz Saar (BUND), die Energiewende Saarland, der Naturschutzbund Saar (Nabu), die Interessengemeinschaft Umweltschutz Bexbach und die Agentur für Erneuerbare Energien – und haben deswegen die elfstündige Konferenz auf die Beine gestellt. „Wir wollen eine höhere Warnehmung des Themas erreichen – bei den Saarländern und insbesondere bei den Parteien“, erklärte Nabu-Vorsitzender Uli Heintz. Und der stellvertretende Vorsitzende des BUND, Christoph Hassel, hoffte, dass von dieser Tagung eine Aufbruchstimmung ausgehe. Denn: „Für allzu viele ist das Saarland immer noch eine Kohleland.“ Aber nach Beobachtungen von Umweltminister Stefan Mörsdorf seien die erneuerbaren Energien im Saarland „deutlich im Aufwind. Und dies trotz Wirtschafts- und Finanzkrise.“

Ziel der Veranstalter sei es, dass bis zum Jahr 2030 der komplette Strombedarf im Saarland mit erneuerbaren Energien produziert wird. Wie in einigen der 15 Expertenvorträge anklang, soll die Windenergie dabei die Energiequelle Nummer eins sein (37 Prozent), gefolgt vom deutlichen Ausbau der Photovoltaik (34 Prozent), Bioenergie (20 Prozent), Grubengas (5 Prozent) und Geothermie (2 Prozent). 

 

 
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