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Saarlouis Royals treten heute gegen Topteam aus Russland an
(2010-03-11 14:48:49)
Die Heimat der Gastmannschaft liegt in Russland, allerdings nur wenige Kilometer von der kasachischen Grenze entfernt. Mit etwa 8000 Kilometern ist die Entfernung zwischen den beiden Spielorten in etwa so weit voneinander entfernt wie der russische und deutsche Damenbasketball, weiß Royals-Trainer René Spandauw: „Russland ist eine absolute Topnation im Damenbasketball. Die deutschen Mannschaften liegen sehr weit dahinter, das sind Welten.“
Den Etat der Russen schätzt der 51-Jährige mit sechs Millionen Euro auf das Zwanzigfache der Geldmittel, die den Royals zur Verfügung stehen (300 000 Euro). Doch dieser Umstand sollte die Royals nicht einschüchtern. Schließlich haben sie auch im Viertelfinale mit Mondeville (Frankreich) eine deutlich teurere Mannschaft aus dem Wettbewerb geworfen.
Spandauw macht sich nicht die Mühe, seine Mannschaft auf den gänzlich unbekannten Gegner einzustellen – warum auch? Die Heimbilanz mit sechs Siegen aus sechs Spielen sprechen für die bisherige Taktik des deutschen Meisters und Pokalsiegers: „Der Gegner soll sich uns anpassen. Wir wollen dem Gegner unsere Spielart aufzwingen“, sagt der Niederländer selbstbewusst.
Sein Pendant auf russischer Seite heißt Vladimir Koloskov und ist ehemaliger Trainer der russischen Damenbasketball-Nationalmannschaft. Das Durchschnittsalter seiner Mannschaft liegt mit 27 Jahren deutlich über dem der Royals (21,5 Jahre). Zahlreiche erfahrene Nationalspielerinnen stehen im Kader des Dritten der russischen Liga, der mit Monique Currie um eine absolute Topspielerin erweitert wurde. Die 27-jährige US-Amerikanerin ist eine WNBA-Spielerin, spielte für die Washington Mystics. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen Limassol (Zypern), ihrem ersten Spiel für Orenburg, erzielte sie 30 Punkte.
Neben individueller Klasse ist auch die Erfahrung vieler Gästespielerinnen ein echter Prüfstein für die Royals. „Das Team ist gespickt mit Nationalspielerinnen aus Weißrussland, Russland, Estland und so weiter. Orenburg ist von den Einzelspielerinnen her das Beste, was in den letzten Jahren auf deutschen Parketts aufgelaufen ist“, mutmaßt Spandauw.
Unerfreulich für den Trainer sind die Ausfälle von Gillian d'Hondt (doppelter Bänderriss) und Andrea Vincze (Rückenverletzung). Dass den Royals trotzdem eine Überraschung gelingen kann, ist aber nicht ausgeschlossen. Denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Normalerweise.
Noch gibt es wenige Restkarten. Alle Zuschauer sollten frühzeitig anreisen. Die Halle ist ab 18 Uhr geöffnet
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