Von Cathrin Elss-Seringhaus
Themenpark fürs Schießen: Im Mettlacher Ortsteil Nohn, in bislang unberührter Natur, entsteht bis 2012 ein neuartiges touristisches Großprojekt samt Hotel und Biathlon-Parcours. Die Initiatoren und Investoren: drei Merziger. Morgen ist der erste Spatenstich.
Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild)
Nohn. Der Ministerpräsident und drei Minister standen auf der Gästeliste. Kommen werden zwei Staatssekretäre. So ist das, wenn ein Projekt das Etikett Schießen trägt: Die Politik geht in Deckung. Im Mettlacher Ortsteil Nohn soll bis 2012 ein 14 Hektar großer Themenpark rund ums Schießen gebaut werden, inklusive einem Biathlon-Sommerparcours: das Internationale Jagd- und Sportschießleistungszentrum Scheuerhof. Morgen ist der erste Spatenstich. Hans-Jörg Dillinger (63), gebürtiger Merziger und Geschäftsführer der Scheuerhof-Entwicklungsgesellschaft Diana-Touristik GmbH, hat ihn zweieinhalb Jahre vorbereitet. Ein Sprint, gemessen an den Mammut-Zeitachsen, an denen andere „Leuchtturm“-Vorhaben hier zu Lande entlangkriechen wie etwa das Kurbad Rilchingen-Hanweiler oder der Bosener Ferienpark, politisch vorbereitete und gewollte Projekte mit viel Fördergeld-Zusagen. Ganz anders in Mettlach: „Wir waren sehr leise“, meint Dillinger. Aus gutem Grund. Dillinger ist selbst seit 47 Jahren Jäger, kennt die Abwehrbewegung, die das Thema auslöst. Gerade deshalb baut er dieses Zentrum, um endlich für mehr „gesellschaftliche Akzeptanz“ zu sorgen, wie er betont.
"Der Schießsport muss sich verändern"
Wie soll das gehen, ausgerechnet jetzt, nach dem Amoklauf von Lörrach? „Gerade jetzt“, sagt Dillinger. „Wir haben das richtige Produkt. Der Schießsport muss sich verändern, raus aus den überalternden Vereins-Strukturen. Wir bieten zwei Groß-Tresor-Anlagen für Waffen und höchste Sicherheits-Standards. Der Scheuerhof wird ein absolutes Kompetenz-Zentrum.
:: Diesen Artikel kommentieren