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Neuer Saar-Tatort: Kriegsheimkehrer unter Mordverdacht
(2010-04-07 20:21:00)
Heute Start der Dreharbeiten in Marpingen...
In Marpingen fällt heute die erste Klappe zum neuen „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks. In dem Krimi mit dem Titel „Heimatfront“ geht es um vier junge Soldaten, die aus Afghanistan zurückkehren. Regie führt Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank aus Berlin.
Von SZ-Redakteur Thomas Reinhardt
Saarbrücken/Marpingen. Mit seinem ersten Kurzfilm „Glückliches Ende“ war er auf dem Saarbrücker Max-Ophüls-Festival vertreten. Mit seinem vierten Kurzfilm „Spielzeugland“ gewann er den Oscar. Jetzt inszeniert Jochen Alexander Freydank seinen ersten langen Spielfilm: den neuen SR-Tatort „Heimatfront“. Am heutigen Donnerstag beginnen hierzu die Dreharbeiten in Marpingen, als weitere Stationen folgen Saarbrücken und St. Ingbert. „Heimatfront“ erzählt von vier Soldaten, die aus Afghanistan zurückkehren.
Wieder in ihrer Heimat Deutschland angekommen, haben sie Probleme, in ihr früheres Leben zurück zu finden. Sie haben Schreckliches erlebt, „es spielt aber auch eine Rolle, wie die Gesellschaft diese Kriegsheimkehrer empfängt und sich ihnen gegenüber verhält“, erklärt SR-„Tatort“-Redakteur Christian Bauer. Als im Umfeld der Soldaten ein Mord passiert, ruft das die Saarbrücker Kommissare Franz Kappl (Maximilian Brückner) und Stefan Deininger (Gregor Weber) auf den Plan. Alle vier Kriegsheimkehrer gehören zu den Verdächtigen in diesem Mordfall.
Moderator Manuel Andrack spielt einen Kneipenwirt
Kappl und Deininger bekommen ab diesem „Tatort“ übrigens einen „kleinen Rückzugsraum“, so Christian Bauer. Sie treffen sich ab und an in einer kleinen Kneipe – und der Wirt wird von Manuel Andrack gespielt. Der Redakteur, Autor und Moderator („Ich werde Saarländer“) bekommt damit eine bleibende kleine Rolle im SR-„Tatort“-Team. Drehort ist die „Alte Bierstube“ in der Martin-Luther-Straße in Saarbrücken.
Nachwuchs-Autoren schreiben das Drehbuch
Sowohl hinter wie auch vor der Kamera setzt der Saarländische Rundfunk wieder auf junge Kräfte. Das Drehbuch für „Heimatfront“ stammt von den Nachwuchs-Autoren Christiane Hütter und Christian Heider, die damit ebenfalls beide ihr „Tatort“-Debüt feiern. Und die vier Soldaten (im Alter zwischen 20 und 25 Jahren alt) werden von den deutschen Schauspiel-Talenten Friedrich Mücke, Constantin von Jascheroff, Ludwig Trepte (Max-Ophüls-Preisträger 2006) und Martin Kiefer gespielt. Ebenfalls zum Schauspieler-Team gehören Robert Gwisdek und Julia Jäger. Auch Darsteller aus dem Saarland sollen in „Heimatfront“ wieder die Chance bekommen, sich einem bundesweiten Publikum zu zeigen. Die Besetzungsliste steht laut Bauer noch nicht ganz fest. Ausgestrahlt werden soll der neue Krimi Anfang 2011.
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