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Velsen oder Reden - wo soll die Ausstellung hin?
(2012-05-10 13:18:50)
Das Land plant eine Ausstellung
über den saarländischen Bergbau
– in Reden. Falscher Ort,
meinen Regionalverbandsdirektor
Peter Gillo und Völklinger
Kommunalpolitiker: Die Schau
gehöre nach Velsen.
Von Doris Döpke und Bernhard Geber (SZ)
Das Land plant eine Dauerausstellung zum Saarländischen Bergbau in Reden. Das hat nun Kritiker auf den Plan gerufen.
Ebenso die Dampffördermaschine, wenn wieder in Betrieb – technisch denkbar, die Maschine funktioniert noch. Wichtig auch die originale Kantine und die Pferdeställe, mit deren Hilfe sich der Pferde-Einsatz in den Gruben veranschaulichen lasse. Und: Kooperation mit dem Musée La Mine erschließe Synergien und erlaube, Interreg- Förderung der Europäischen Union einzuwerben. Von Völklinger Kommunalpolitikern kommen ähnliche Impulse. Erik Kuhn, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, meinte gestern, die geplante saarländische Bergbau-Ausstellung gehöre komplett nach Velsen. Ein Erlebnisbergwerk wie in Velsen sei einzigartig in Deutschland. Gerade in diesem Umfeld könne ein wunderschönes Museum entstehen. Dieses könne auch die Bergbauabteilung des Glas- und Heimatmuseums Warndt in Ludweiler mit aufnehmen. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) habe bereits auf seine Anregung hin einen Vorstoß unternommen, um die Kommunen Saarbrücken, Völklingen, Großrosseln, den Regionalverband und das Land in dieser Frage an einen Tisch zu bringen. Bisher stehe aber die Resonanz aus.
Kuhn meinte weiter, es werde sich als fataler Fehler, geradezu als kulturelles Desaster erweisen, wenn man statt eines Ausbaus von Velsen am Standort Reden „etwas völlig Neues konstruiere“. Wenn es nun auf Landesebene zu Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD kommen sollte, böten diese jedenfalls auch eine Chance, auf Velsen als richtigen Standort aufmerksam zu machen. „Es gibt gute Argumente, die für Velsen sprechen“, bestätigte gestern Stefan Rabel, Kuhns Amtskollege bei der Völklinger CDU-Stadtratsfraktion. Er habe sich über dieses Thema bereits mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer unterhalten. Wie weit Velsen nun bei eventuellen Koalitionsverhandlungen zum Tragen komme, hänge vom jeweiligen Interesse beider Seiten ab. Rabel: „Ich persönlich würde jedenfalls gerne etwas in Velsen haben, das museal an unsere Bergbau- und Industriegeschichte erinnert.“ Dies sei jedoch allein von Völklinger Seite aus nicht zu stemmen.
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