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Lecker! Allians ist die beste "Grumbeer"

(2009-10-08 08:27:06)

. Prämierung bei Kartoffel-Testessen in Wiesbach




Foto: dpa
  Wiesbach. Sie tragen wohlklingende Namen, wie Melody, Annabelle oder Lolita, heißen Mirage, Belana, Gala, Talent oder aber auch Allians. Gesund sind sie, die Kartoffeln, das wird immer wieder beschworen und was ihre Verwendung angeht, da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Aber welche Sorte schmeckt am besten? Beim Kartoffeltestessen der Landwirtschaftskammer des Saarlandes in der Raiffeisenbank Wiesbach kam gestern heraus, dass es neue Sorten sind, wie Allians oder Mirage, die den Geschmack des Kunden wohl am ehesten treffen. Allerdings gibt es diese preisgekrönten Knollen noch nicht überall zu kaufen.

In Deutschland sind dieses Jahr stolze 263 679 Hektar Kartoffeln angebaut worden, die Erntemenge liegt bei etwa 11,6 Millionen Tonnen. Mit rund 5900 Tonnen trägt das Saarland dabei nur einen winzigen Teil bei und deckt dabei nicht einmal zehn Prozent des Bedarfs im eigenen Bundesland ab. Wie Klaus-Peter Brück von der Landwirtschaftskammer erklärte, liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch im Saarland bei etwa 55 Kilo im Jahr, hochgerechnet sind das rund 55 000 Tonnen.

205 Kartoffelsorten sind in Deutschland zugelassen. Sie werden dabei in Reifegruppen eingeteilt, wie sehr frühe, frühe, mittelfrühe, mittelspäte und sehr späte Sorten. Außerdem unterscheidet man die Knolle in mehlig-kochende, vorwiegend festkochende und festkochende. Und während der Experte für die Zubereitung von „Grumbeersalat“ die festkochende Kartoffel empfiehlt, ist es die vorwiegend festkochende, die für „Grumbeerkichelcha“ oder den deftigen saarländischen Dibbelappes verwendet werden sollte. Also wäre hier die Sorte „Galag“, die es beim Kartoffeltestessen immerhin auf Platz vier geschafft hat, bestens geeignet.

Übrigens „Galag“ ist auch eine der Sorten, für die Matthias Dörr aus Wiesbach gestern mit dem Siegel „Gesicherte Qualität mit Herkunftsangabe Saarland“ ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung ist vom Umweltministerium und von der Landwirtschaftskammer erstmals vergeben worden. Heike Theobald  


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