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Saar-Uni: Wie geht's weiter mit Heim D?

(2012-02-29 09:39:08)

Die plötzliche Entscheidung zur Schließung des Wohnheims bis zum 31. März war laut Studentenwerk aus finanziellen Gründen unausweichlich. Die Suche nach Ersatzwohnungen ist inzwischen angelaufen.




Wegen Mängeln im Brandschutz soll das Wohnheim D der Universität eventuell geräumt werden. Foto: Universität des Saarlandes
Saarbrücken. Das Studentenwerk hält die einberufene Räumung des Wohnheims D nach wie vor für den einzig vernünftigen Schritt. Man könne das Geld zur Beseitigung der festgestellten brandschutztechnischen Mängel nicht aufbringen. „Wir reden von Kosten in Millionenhöhe“, erklärt Sprecherin Heike Savelkouls-Diener. Daher sah sich das Studentenwerk als Betreiber der Wohnheime in der Pflicht, die für die Betroffenen plötzliche Entscheidung zu treffen.

Übereinstimmend erklärten jetzt die Stadt Saarbrücken und das Studentenwerk, dass die Bauaufsicht den Betreibern eine Anhörung für den 9. Februar angeboten habe, in dem über das weitere Vorgehen beraten werden sollte. „Das dauerte uns allerdings zu lange. Wir machten uns Sorgen um die Bewohner“, schildert Savelkouls-Diener. Um den Schutz der Studenten zu gewährleisten, wolle man Sofortmaßnahmen ergreifen und richtete unter anderem eine Brandwache ein, die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr bilden. „Es geht uns darum, dass die Menschen geschützt werden können“, betont die Sprecherin. Nach Angaben der Geschäftsführerin Anne-Marie Oswald lotet das Studentenwerk jetzt Möglichkeiten aus, die Brandmeldeanlage des Wohnheims mit der Leitstelle der Feuerwehr zu verbinden. Dann werde die Feuerwehr im Brandfall automatisch alarmiert.

Darüber hinaus ist die Suche nach Ersatzwohnraum für die Studenten in vollem Gange. Seit Montag sichtet das Studentenwerk eingegangene Angebote.

„Wir haben bereits Wohnungen im Carl-Duisberg-Haus auf dem Eschberg besichtigt“, berichtet Anne-Marie Oswald. Wie viele Zimmer dort zur Verfügung stehen, konnte die Geschäftsführerin allerdings noch nicht sagen. Bis wann letztlich ausreichend Wohnraum für alle 260 Studenten gefunden werden kann, sei ebenfalls noch nicht absehbar. Lediglich 58 Betroffene können in anderen Wohnheimen des Studentenwerks unterkommen.



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