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1. FC Kaiserslautern verliert gegen Bayer Leverkusen

Der 1. FCK empfing Leverkusen. FCK-Verteidiger Mathias Abel hatte dabei eine Rechnung mit dem Ex-Lauterer Sam offen.

Der 1. FCK empfing Leverkusen. FCK-Verteidiger Mathias Abel hatte dabei eine Rechnung mit dem Ex-Lauterer Sam offen.

Kaiserslautern. Es hatte beinahe den Anschein, als wollten die Fans von Bayer Leverkusen schon vor dem Spiel auf Nummer sicher gehen. Dicht zogen die Rauchschwaden des anscheinend mittlerweile obligatorischen Pyrotechnik-Feuerwerks über das Stadion und über die 42 245 Zuschauer. Ganz so, als sollte ihre Mannschaft erst einmal Zeit bekommen sich in dieses Spiel zu finden, ohne dass jemand dabei zusieht. Schließlich war Bayer bisher weit entfernt von den eigenen Ambitionen, geschweige denn von der vergangenen Saison unter Jupp Heynckes. Und irgendwie sollten die Fans das richtige Gespür behalten haben. Das, was der Champions-League-Teilnehmer bot, waren ein paar Happen fußballerische Feinkost, verdeckt unter einer dicken Kruste aus Fehlpässen, Abstimmungsproblemen und einem guten 1. FC Kaiserslautern.

Der scheint nämlich die Selbstverständlichkeit, die die Mannschaft in der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte, wiedergefunden zu haben. Die ersten Chancen hatte zwar Michael Ballack, der mit Distanzschüssen ein wenig den Eindruck von Bedrohung erweckte (5. Und 7. Minute). Dass der einst einmal torgefährlichste Mittelfeldspieler der Welt diesmal immerhin der torgefährlichste Leverkusener war, lag aber vor allem daran, dass vom Rest zu wenig kam.



Und langsam aber sicher übernahm der 1. FC Kaiserslautern die Kontrolle. Erstmals gefährlich wurde es dann, als Dorge Kouemaha sich wie eine Kameruner Dampflok durch die Leverkusener Abwehr schob, Gonzalo Castro, Lars Bender und Manuel Friedrich mühelos abschüttelte, dann aber weder Kraft noch Konzentration für einen harten oder besser platzierten Schuss hatte. Kurz darauf war es Kostas Fortounis, der einen Kopfball nach ansehnlicher Kombination mit Tiffert über das Tor setzte. Das war es dann allerdings schon größtenteils mit der Offensiv-Herrlichkeit des FCK, die Mannschaft blieb besser, aber Leverkusen verteidigte nun auch geschickter.

In der zweiten Halbzeit schien es Leverkusen nicht mehr zu genügen, gegen einen Abstiegskandidaten nur gut zu verteidigen. Der Druck stieg langsam. Dass es aber plötzlich 1:0 für Leverkusen stand, war dann aber doch FCK-Torhüter Kevin Trapp anzulasten. Wieder war es Ballack gewesen, der geschossen hatte, wieder war der Schuss zu unplatziert, doch der Ball rutschte Trapp über die Finger und ins Tor (53.). Nach fünf Minuten und einer Chance von Castro fand der 1. FC Kaiserslautern aber wieder zurück. Bis zur 70 Minute. Dann war es Sidney Sam, ausgerechnet Sam, der zum 2:0 traf. Sein viertes Tor im dritten Spiel gegen seinen Ex-Verein. Es mag kein schlechtes Spiel des FCK gewesen sein, doch eine gute Stunde reicht auch gegen kriselnde Leverkusener nicht. Vor allem nicht, solange Sam ein Faible für seinen Ex-Verein hat.

© WhatsBroadcast
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