A6 Kaiserslautern Richtung Metz/Saarbrücken zwischen Sankt Ingbert-West und Saarbrücken-Fechingen Baustelle, rechter Fahrstreifen gesperrt, bis 19.12.2018 17:00 Uhr (07:16)

A6

Priorität: Normal

5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

1. FCS: Cynthia Uwak will mit zur Frauen-WM

Cynthia Uwak

Cynthia Uwak

Saarbrücken. Die Saison des 1. FC Saarbrücken endete mit dem Abstieg aus der Frauen-Bundesliga. Aus diesem Grund ist die Zukunft von Cynthia Uwak beim FCS mehr als ungewiss. Die Wahrscheinlichkeit, die Nigerianerin in der 2. Liga halten zu können, tendiert alleine schon aus finanziellen Gründen gen null.



Nur drei Saisontore für Saarbrücken

Auch abseits des Ligaalltags herrscht im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland Ungewissheit. Uwak, Afrikas Fußballerin des Jahres 2006, war bei der WM 2007 in China und den Olympischen Spielen in Peking unumstrittene Stammspielerin. Jetzt ist sie sich selbst nicht sicher. Nur drei Saisontore für Saarbrücken sind nicht gerade viel. „Ich habe keine Ahnung, wie es aussieht“, gibt die 24-Jährige zu. Auch der Wechsel in der sportlichen Leitung Nigerias mischt die Karten nochmal ganz neu. Der vor drei Wochen als Trainer des Bundesligisten SC Bad Neuenahr freigestellte Thomas Obliers übernahm am 1. April das Amt des sportlichen Leiters der nigerianischen Nationalmannschaft. Ihm assistiert die Nationaltrainerin Eucharia Uche. Bislang hatte Cynthia Uwak noch keinen Kontakt zum neuen Verantwortlichen. „Ich habe noch mit niemandem gesprochen“, verrät die Angreiferin, „aber das werde ich in Kürze tun.“ Bis dahin will sie sich keinen Prognosen hingeben, ist zu diesem Thema eher kurz angebunden. „Wenn ich die Möglichkeit habe, bei der WM dabei zu sein, dann werde ich sicher mein Bestes geben“, erklärt Uwak. Momentan heißt es abwarten und trainieren. Ihre Freizeit verbringt Cynthia Uwak meistens in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung in der Nähe des Stadions am Kieselhumes. „Für mich allein brauche ich nicht mehr Platz“, sagt sie. Dort chattet sie mit ihrem Handy oder schaut sich Filme im Internet an. Und bei dem sonnigen Wetter der letzten Tage fällt auch das abendliche Training nicht schwer, bei dem sie sich spürbar in Gesellschaft ihrer Mitspielerinnen wohl fühlt. Immer mit einem Lachen im Gesicht ist Uwak bei den Einheiten von Sebastian Rytzmann dabei.

Kombination aus Erfahrenen und Jungen

Dass die Weltmeisterschaft in dem Land, in dem sie jetzt seit zwei Jahren in der Bundesliga aktiv ist, etwas Besonderes ist, liegt auf der Hand. Doch wo andere Fußballerinnen von Spielen vor ausverkaufter Kulisse träumen, ist Cynthia Uwak so etwas schon gewohnt. „Bei der vergangenen WM und den Olympischen Spielen waren die Stadien auch ausverkauft. Das ist nichts Besonderes mehr für mich“, erklärt Uwak. Wobei sie die besondere Wirkung einer solchen Atmosphäre nicht leugnen kann. „Das ist ein tolles Gefühl, wenn man es schafft, die Zuschauer zu begeistern. Das steigert die Moral enorm“, erzählt sie.

Ob es die Mannschaft Nigerias schafft, ihre Fans auch über die Vorrunde hinaus zu begeistern, ist fraglich. Denn mit Frankreich, Kanada und dem WM-Favoriten Deutschland hat man eine schwere Gruppe erwischt. Wie die Chancen ihrer Nation stehen, in der Gruppe unter die ersten zwei zu kommen und ins Viertelfinale einzuziehen, vermag die in Akwa Ibom geborene Spielerin nicht einzuschätzen. „Ich weiß nicht ob es eine ganz junge oder eine erfahrenere Mannschaft wird. Bei einem neuen Trainer weiß man meistens nicht genau, was er will“, sagt Uwak. Wenn es nach ihr ginge, dann wäre wohl eine Kombination aus Erfahrenen und Jungen das beste Erfolgsrezept.

"Deutschland ist der Favorit"

Die Rolle der deutschen Mannschaft kann Cynthia Uwak gut einschätzen. „Deutschland ist der Favorit. Aber trotzdem wird es bis zum WM-Titel ein schwieriger Weg“, erklärt die FCS-Stürmerin. Es bleibt also abzuwarten, ob Cynthia Uwak beim WM-Eröffnungsspiel gegen Frankreich in Sinsheim aufläuft (26. Juni, 15 Uhr). Beim Bundesliga-Cup, einem WM-Überbrückungsturnier für die Bundesligisten, wird Uwak aber in jedem Fall im Trikot des FCS auflaufen. Der Cup beginnt am 23. April gegen den SC Bad Neuenahr.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein