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15 575 arbeitslose Saarbrücker im Dezember 2010


4350 Arbeitslose 50 Jahre und älter

Im Dezember 2010 waren 4350 Arbeitslose 50 Jahre und älter, 110 mehr als im November 2010. Innerhalb eines Jahres stieg die Arbeitslosigkeit dieser Personengruppe um 3,4 Prozent. Darunter waren 2290 Personen zwischen 55 und 65 Jahre alt, 6,3 Prozent mehr als 2009. Die Zahl der Menschen, die bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, hat sich kaum verändert. Im Dezember gehörten 5185 Arbeitslose zu dieser Personengruppe, sieben weniger als im November. Im Vergleich zum Dezember 2009 hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Regionalverband um 490 oder 10,5 Prozent erhöht. Von den im Dezember 2010 offiziell als arbeitslos registrierten Personen hatten 2800 einen Migrationshintergrund, 66 mehr als im November 2010 und 90 mehr 2009. Im Dezember 2010 betrug der Anteil der Ausländer an allen Arbeitslosen 18 Prozent und lag damit um 0,9 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.

Die Zahl der schwerbehinderten arbeitslosen Menschen war im Dezember 2010 mit 950 um 30 höher als im November. Im Vergleich zum Dezember 2009 stieg ihre Zahl um 1,3 Prozent leicht an. Zurzeit sind 3400 Menschen bei den Dienststellen der Arbeitsagentur offiziell als „arbeitslos“ registriert, , fünf Prozent mehr als im letzten Monat, aber deutliche 13,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Arbeitslosen, die in den so genannten Jobcentern im Regionalverband betreut werden, ist um 0,4 Prozent gestiegen und liegt mit 12180 um 1,7 Prozent über dem Stand von Dezember 2009. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften war im Dezember trotz der winterlichen Witterung höher als im November. Dem Arbeitgeberservice der Saarbrücker Zweigstelle der Agentur für Arbeit wurden 1080 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, 50 mehr als im Vormonat. Ende des Monats waren noch 2200 Stellen unbesetzt. Insgesamt wurden 2010 im Regionalverband 10 310 Arbeitsstellen neu gemeldet, was gegenüber dem Jahr 2009 eine Steigerung um 35 Prozent bedeutet.

Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Gastgewerbe, Dienstleistungsbereich und vor allem in der Zeitarbeit. Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember im gesamten Regionalverband saisonbedingt leicht gestiegen. Im Bezirk der Zweigstelle Saarbrücken (Stadt Saarbrücken und Kleinblittersdorf) waren 10 710 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 80 mehr als im November und rund 100 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 11,8 Prozent. Im Bezirk der Agentur-Geschäftsstelle Heusweiler (Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen) waren mit 1150 Personen 50 mehr arbeitslos als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent. Gegenüber Dezember 2009 hat sich die Arbeitslosigkeit um 66 oder 5,4 Prozent verringert.

Im Bezirk der Agentur-Geschäftsstelle Sulzbach (Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied) hat sich die Arbeitslosenzahl im Dezember nur geringfügig um sieben auf 1612 erhöht – bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 130 oder 7,5 Prozent gesunken.

Im Bezirk der Agentur-Geschäftsstelle Völklingen (Stadt Völklingen und Großrosseln) wurden 2100 arbeitslose Frauen und Männer gezählt, 70 mehr als im Oktober. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 9,2 Prozent. Dort ist die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2009 um 24 oder 1,1 Prozent zurückgegangen. Die Entwicklung einer weiteren, bislang weithin unbekannten Arbeitsmarkt-Kategorie erläuterte die Saarbrücker Zweigstelle der Agentur für Arbeit gestern wie folgt: „Die Unterbeschäftigung ist in den letzten 12 Monaten um 2160 auf 20880 gesunken, also um 9,4 Prozent. Zur Unterbeschäftigung zählen neben den registrierten Arbeitslosen auch die Teilnehmer an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und die Nutzer von vorruhestandsähnlichen Regelungen.“

All diese Zahlen analysierte Hans-Hartwig Felsch, der Leiter der Agentur für Arbeit Saarland: „Die Wirtschaftskrise hat sich 2010 im Regionalverband auf den Arbeitsmarkt nicht in der Form ausgewirkt, wie zunächst befürchtet wurde. Der Arbeitsmarkt zeigte sich verhältnismäßig robust. Dies ist auch auf eine Vielzahl an stabilisierenden Maßnahmen zurückzuführen, vor allem die rege Nutzung von Kurzarbeit, die sich im Jahresverlauf deutlich verringert hat. Im Regionalverband Saarbrücken waren im Jahresdurchschnitt 3,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als 2009 und die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften hat um 35 Prozent zugelegt – darauf hatte am Jahresanfang kaum jemand zu hoffen gewagt.

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