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1,6 Millionen: Kaserne Hermeskeil ist verkauft

Die Hochwald- Kaserne in Hermeskeil schloss Ende 2010 die Tore. Jetzt wurde sie an einen Interessenten verkauft.

Die Hochwald- Kaserne in Hermeskeil schloss Ende 2010 die Tore. Jetzt wurde sie an einen Interessenten verkauft.

Hermeskeil. Die Ereignisse rund um die einstige Kaserne in Hermeskeil haben sich überschlagen. Im Anschluss an eine nichtöffentliche Sitzung des Zweckverbands Konversion haben Vorsteher Michael Hülpes und Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) vorige Woche bekannt gegeben, dass das 38 Hektar große Gelände schon am Dienstag (29.03.2011) an die Viresca GmbH aus Treis-Karden verkauft wurde. Hinter dieser Gesellschaft stehen die Bauunternehmer-Brüder Schnorpfeil und der in der Energiebranche tätige Trierer Unternehmer Erich Gasber (Firma en-neo). „Wir haben eine Rettungsaktion für das Konversionsprojekt in Hermeskeil gemacht“, sagte Hülpes dem TV. Das bestätigte Norbert Kraff von der Bima, die Besitzerin der Kaserne ist: „Es war Eile geboten.“ Der Grund: Die bisherigen privaten Investoren sind zahlungsunfähig. Gegen die Dorf Hochwald Immobilien Kommanditgesellschaft (KG) wurde vor dem Amtsgericht Trier ein Insolvenzantragsverfahren eröffnet, das ein Gläubiger in Gang gebracht hatte.

25-Millionen-Euro-Projekt

Die Dorf Hochwald KG wollte ursprünglich ein 25-Millionen-Euro- Projekt umsetzen und aus der Kaserne einen großen Hotelund Freizeitpark mit 1000 Betten machen. Ihre großen finanziellen Probleme waren aber schon seit Wochen bekannt. Unter anderem war bei der Bima noch die Rechnung von 1,6 Millionen Euro für den bereits im Mai 2010 vertraglich vereinbarten Kauf der Kaserne offen. Zweckverband und Bima hatten der KG zuletzt eine Frist bis zum 31. März gesetzt, um die Finanzierung sicherzustellen. Das Vorhaben ist jetzt geplatzt.

Kosten im fünfstelligen Bereich

Dorf-Hochwald-Geschäftsführer Peter Heck hatte den Kontakt zu den neuen Käufern hergestellt, und der Vertrag mit seiner KG wurde laut Kraff am 29. März vom Bund aufgelöst – also zwei Tage vor der Zweckverbandssitzung. Der Bima-Mann sagt: „Wenn wir länger gewartet hätten und in das Insolvenzverfahren geraten wären, hätten wir die Kaserne dieses Jahr nicht mehr verkaufen können. Dem Steuerzahler wären dann Kosten im fünfstelligen Bereich entstanden.“

Hülpes hatte den Verkaufsabsichten des Bundes in einer Eilentscheidung zugestimmt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt einen finanzstarken Partner gefunden haben“, sagte der Hermeskeiler VGBürgermeister. Wichtig sei, dass im Kaufvertrag mit Viresca die „Entwicklungsziele für die Kaserne in annähernd gleicher Weise wie beim Projekt Dorf Hochwald berücksichtigt werden“. Das bedeutet, dass unter anderem die bisher angestrebte touristische Umnutzung der Garnison von den neuen Käufern „intensiv geprüft“ werde, so Hülpes. Außerdem soll das Kasernengelände gewerblich und für den Einsatz von erneuerbaren Energien genutzt werden. Vertreter von Viresca waren gestern in Hermeskeil nicht anwesend. Sie haben den Kaufpreis von 1,6 Millionen Euro aber laut Kraff bereits an den Bund überwiesen. Eine formelle Abstimmung gab es in der Zweckverbandssitzung nicht. Die Mehrheit habe den Verkauf aber gebilligt, sagte Hülpes (CDU). Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB) lehnte eine Stellungnahme zu den neuen Entwicklungen jedoch ab. Vom Reinsfelder Gemeindechef Rainer Spies (SPD) kam Kritik: „Wir wurden mit dem Verkauf vor vollendete Tatsachen gestellt.

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