L156 Reimsbacher Straße, Rehlingen Richtung Nunkirchen zwischen L370 und Reimsbach Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (01:41)

Priorität: Dringend

17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

1800 Starter beim Marathon in St. Wendel

1800 Starter traten beim diesjährigen Marathon in St. Wendel an.

1800 Starter traten beim diesjährigen Marathon in St. Wendel an.

St. Wendel. Dicht gedrängt stehen sie da. Manch einer scharrt mit den Hufen, manch einer ist in sich gekehrt, ein anderer winkt noch schnell den Liebsten hinter der Absperrung zu oder posiert für ein Foto als Andenken. Die letzten Augenblicke vor dem Start. Dann das Signal. Hinten im Starterfeld tut sich erst einmal nichts. Es wird weiter gescharrt, gewunken, posiert. Bei mehr als 1800 Läufern dauert es, bis sich ein Feld dieser Größe in Bewegung gesetzt hat. Gerade der Halbmarathon, der in den vergangenen Jahren immer mehr Läufer angezogen hat, treibt die Starterzahlen nach oben. Und damit den Aufwand, den eine Veranstaltung wie der St. Wendeler Globus-Marathon kostet.

Und so waren in den vergangenen Monaten Gerüchte aufgekommen, diese sechste Auflage des Marathons – samt neu konzipierter Streckenführung – könnte die letzte gewesen sein. Bürgermeister Klaus Bouillon widerspricht: „Das ist Unsinn. Es kann sein, dass wir es beim Service etwas runterfahren müssen. Aber es wird hier immer einen Marathon geben.“ Schließlich ist es auch die Mischung, die den Reiz des St. Wendeler Marathons ausmacht. Auf der einen Seite viele Läufer aus dem Saarland, gerade beim Halbmarathon, dazu Hobbyläufer aus der ganzen Welt. Aus Neuseeland, den USA, Belgien, Irland. Aber über allem thronen die Kenianer. Zwei Stunden, 14 Minuten und 31 Sekunden hat Terer Dickson am Sonntag für die Strecke gebraucht. Eine Zeit, von denen selbst die ehrgeizigsten Teilnehmer nicht einmal zu träumen wagen.

„Wer läuft denn in Deutschland schon 2:14?“, fragt Bouillon. Ein Stephan Freigang, 1992 Olympiadritter vor ein paar Jahren vielleicht, aber auch diese Zeiten sind vorbei. Neben Terer Dickson bleiben mit Kirui Robert und Joel Mwangi zwei weitere Läufer unter 2:20 Stunden. Mittlerweile dominieren Läufer aus afrikanischen Ländern die Veranstaltungen. Nicht nur in St. Wendel. Und doch unterscheiden sich die vier Kenianer, die am Sonntag das Rennen unter sich ausmachten, von vielen anderen Läufern aus ihrem Heimatland.

Oft von dubiosen Managern durch Europa getrieben, Wochenende für Wochenende von Marathon zu Marathon, fristen viele trotz ihres Talents ein trostloses Dasein, der Großteil des Geldes fließt auf die Konten ihrer Manager. Die vier kenianischen Läufer, die in St. Wendel am Start waren, gehören zum Projekt „run2gether“, das es kenianischen Läufern ermöglich, ohne kommerzielle Manager in Europa Laufen zu können und mit ihren Talent Geld zu verdienen, das ihren Familien zu Gute kommt.







© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein