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200 Bergbau- Betroffene halten Mahnwache in Saarwellingen

"16.31 Uhr. Mehr ist zu diesem Thema nicht zu sagen", ruft Peter Lehnert, Sprecher des Landesvorstandes der Bergbaubetroffenen, von der Treppe aus den Menschen zu. Auf den Stufen unter ihm flackern Grablichter im Wind, sie formen die Worte "Nie wieder". Nach einigen Minuten stillen Gedenkens ergreift Lehnert doch noch einmal das Wort. Er kündigt unter anderem eine umfassende Umfrage an, mit der der Fortschritt der Regulierung der Bergschäden durch das Unternehmen RAG Deutsche Steinkohle erfasst werden soll. Aussagen von Unternehmensseite wonach viele Schäden beglichen worden seien, weist er als falsch zurück. Um ihrem Anliegen auch politisch Gewicht zu geben, fordert danach Manfred Reiter, ebenfalls Sprecher des Landesvorstandes, die Bergbaubetroffenen auf: "Macht das Kreuz an der richtigen Stelle." Er warnt vor Parteien, an denen Kohlestaub hafte.  Deutlicher werden die Kommentare aus den Reihen der Zuhörer: "Keen Oskar und keen Maas." Grünen-Chef Hubert Ulrich ist als einziger Landespolitiker vor Ort, kommt jedoch nicht rechtzeitig zur Rede der drei Sprecher, während der Michael Schneider auch für Reisbach um Unterstützung der Menschen bittet.

Der dortige Abbau ist an diesem Tag jedoch nicht das beherrschende Thema rund um die Kirche St. Blasius: "Wir sind erleichtert. Ein Jahr keine Beben, das ist paradiesisch", sagt Walburga Warken aus Eidenborn. Und Wilhelm Schäfer aus Saarwellingen erklärt: "Wir wollen das nicht noch mal haben. Hier an dem Platz zu stehen, das ist eine Gänsehaut nach der anderen."

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