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24-Stunden-Rennen Le Mans: Timo Bernhard siegt als erster Saarländer

Der  Homburger Timo Bernhard gewinnt erstmals 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Der Homburger Timo Bernhard gewinnt erstmals 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Le Mans. Breit aufgefächert fliegen die drei Audi am Sonntagmittag um 15 Uhr nebeneinander über die Ziellinie. Timo Bernhard reckt die Faust in den Himmel von Le Mans. Mit einer fehlerfreien Fahrt haben der Homburger und seine Teamkollegen Mike Rockenfeller (Neuwied) und Romain Dumas (Frankreich) das 24-Stunden-Rennen gewonnen. Dabei stellte das Trio mit 397 Runden (5410 Kilometer) einen neuen Distanzrekord auf. Im Ziel hatten Bernhard und Co. eine Runde Vorsprung auf ihre Kollegen Benoit Treluyer/Andre Lotterer/Marcel Fässler und drei Runden auf Tom Kristensen/Allan McNish/Dindo Capello.


Audi gelang der neunte Erfolg in elf Jahren

 
Doch diesmal war der Erfolg ein ganz besonderer. 16 Stunden lang hatte Peugeot wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch am Ende siegte Zuverlässigkeit über Geschwindigkeit. Entsprechend groß war die Erleichterung in der Audi-Box über den Erfolg. Sportchef Wolfgang Ullrich hatte Tränen in den Augen. „Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen“, sagte Audi-Vorstandschef Rupert Stadler. „Dieser Dreifacherfolg ist der wertvollste und am härtesten erkämpfte Sieg.“

Ein Traum ging in Erfüllung

Für den Homburger Timo Bernhard ging mit dem Sieg ein Traum in Erfüllung. Er ist der erste Fahrer der Motorsportgeschichte, der alle drei 24-Stunden-Klassiker gewonnen hat: Bei den 24 Stunden am Nürburgring siegte er zwischen 2006 und 2009 vier Mal in Folge für Porsche, 2003 auch bei den 24 Stunden von Daytona. Und jetzt in Le Mans. „Am Anfang hatte ich gar kein so gutes Gefühl“, gab der Homburger angesichts der schnellen Rundenzeiten von Peugeot zu. „Aber das ganze Team hat gut zusammen gearbeitet – und am Ende gab es nichts, was uns hätte aufhalten können.“ Tom Kristensen, mit acht Erfolgen der Rekordsieger von Le Mans, lobte: „Die jungen Füchse haben alles richtig gemacht.“

Peugeot erlebnte Debakel

Für Vorjahressieger Peugeot wurde das Heimspiel in Le Mans zum Debakel: Zunächst glühten die vier Autos mit einem Höllentempo vorneweg und fuhren pro Runde bis zu vier Sekunden schneller als die Konkurrenz. Um kurz nach 7 Uhr am Sonntagmorgen schlug die gute Stimmung aber in blankes Entsetzen um: Aus dem hinteren rechten Radkasten des souverän führenden 908 HDI schlugen Flammen. Wenig später rollte das Auto aus. Das Gesicht von Peugeot-Sportchef Olivier Quesnel an der Box versteinerte. Es war der erste von insgesamt drei Motorschäden, die dazu führten, dass bei den Löwen am Ende Katzenjammer herrschte.

Bereits nach zweieinhalb Stunden Renndauer war das Auto der Trainingsschnellsten Pedro Lamy, Simon Pagenaud und des in Le Mans geborenen Sebastien Bourdais mit einem Aufhängungsbruch ausgerollt. Um 13 Uhr stoppte ein Motorschaden die Vorjahressieger Alexander Wurz, Marc Gene und Anthony Davidson. Le Mans, das zur Höhle der Löwen werden sollte, wurde so zur Hölle der Löwen.

© WhatsBroadcast
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